Nicht nutzbar für Gartenschau-Besucher sind die Kundenparkplätze von Rewe, Penny und Rossmann am Bad Herrenalber Ortseingang an Sonn- und Feiertagen.
Nicht nutzbar für Gartenschau-Besucher sind die Kundenparkplätze von Rewe, Penny und Rossmann am Bad Herrenalber Ortseingang an Sonn- und Feiertagen. | Foto: Werner Bentz

Gartenschau Herrenalb

Parkplatzangebot scheidet die Geister

Anzeige

Freude über die vielen Gäste bei den Verantwortlichen der Gartenschau, Frust bei den mit dem Auto anreisenden Besuchern: Beim Parken gehen die Meinungen auseinander. Gartenschau-Geschäftsführerin Sabine Zenker sieht die Lage entspannt: „Merken wir, dass die Parkplätze fast voll sind, geben wir über die Medien eine Verkehrsmitteilung heraus. Darin raten wir den Gästen mit öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen.“

Bahnfahren oder Parkplatzsuche

Zwei S-Bahn-Fahrten von und nach Bad Herrenalb in der Stunde, einmal sogar mit 40 Minuten Abstand, sind jedoch nicht gerade üppig. Also kommen viele doch mit dem eigenen Auto. Aus Richtung Ettlingen kommend geht es zum Parken gleich auf die „Schweizerwiese“.

Überlaufparkplatz war noch nie voll.

Zenker zeigt sich weiter überzeugt, den Bedarf im Griff zu haben: „Unser Überlaufparkplatz auf der Feigenwiese war noch nie ganz voll.“ Im Dobeltal gebe es noch weitere Parkplätze, die bisher nicht gebraucht wurden. „Sind einzelne Parkabschnitte belegt, kommunizieren wir das mit pinken Bannern.“ Das mehrstufige Parkleitsystem solle verhindern, dass sich Besucher verzetteln und diese frühzeitig umgeleitet werden.

Ein Sperrband ohne Hinweise

In der Praxis sieht das an einem hochfrequentierten Wochenende jedoch anders aus: Bei der ersten Einfahrt zum Parkplatz ein Sperrband und sonst keinerlei Hinweise. Beim zweiten Parkplatz das gleiche Spiel. Die auswärtigen Autofahrer quälen sich genervt durch „Blütentraum & Schwarzwaldflair“. Sie wissen noch nicht, dass es auf der anderen Seite der Stadt so gut wie keine Parkplätze gibt. Die Ortskundigen wenden sofort wieder.

Mehrarbeit bei der örtlichen Polizei

Die Suche der Gäste nach einem freien Parkplatz erlebt auch die Polizei in Bad Herrenalb hautnah mit:  „Seit Beginn der Gartenschau haben wir deutlich mehr zu tun“, berichtet Uwe Fischer. Der Veranstalter habe nach Ansicht der Polizei aber für genügend Parkplätze gesorgt. Die Situation sieht Fischer daher entspannt: „ Nichts, was nicht zu bewältigen wäre.“

Pragmatische Lösung

Das denkt sich wohl auch einer der Parkwächter in „Kullenmühle“ und rückt die Autos auf dem Wiesenparkplatz einfach näher zusammen. Beim Fußmarsch von dort zum Eingang, vorbei an den immer noch abgesperrten Parkplätzen, entdeckt man unterdessen zum Teil wieder freie Lücken.
Potenzielle Parkmöglichkeiten, die den Besuchern gleichauffallen.

Anlieger sollen Ruhe bekommen.

Für Außenstehende zudem völlig unverständlich: Die ungenutzten Kundenparkplätze der Lebensmittelmärkte am Ortseingang.„Die sind unter der Woche stark frequentiert“, erklärt Thomas Theurer, Eigentümer des Geländes. Den Platz will er nicht auch noch am Sonntag und an Feiertagen für Gartenschau-Besucher öffnen, wegen der Anlieger: „Sie sollen auch ihre Ruhe bekommen, an Werktagen ist dort schon genug los.“