Ein Mega-Techno-Event steigt am Samstag in der Messe Karlsruhe. Bei WinterWorld wird die Polizei Drogensünder kontrollieren. | Foto: Archiv kdm

Techno-Party in der dm-Arena

Polizei hat ein Auge auf die WinterWorld

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WinterWorld in der Messe Karlsruhe: Ein hochkarätiges Spektakel  verspricht das Eventunternehmen i-Motion beim elektronischen Musikfestival. Erwartet werden in diese Stunden rund 8 000 Besucher, zumeist im Alter von 16 bis 25 Jahren. 25 in der Szene überregional bekannte DJs, neben „Alle Farben“, dem Echogewinner, sind AKA AKA, Ostblockschlampen, Felix Kröcher, Klaudia Gawlas und Pappenheimer mit von der Partie. Es gibt drei riesige Dance Floors.

Mehr als 100 Polizisten im Einsatz

Neben der eigenen Security des Veranstalters sollen über 100 Beamte, die aus dem Polizeipräsidium Karlsruhe und dem Polizeirevier Ettlingen kommen, für einen sicheren Ablauf sorgen. Seifert, für den Einsatz verantwortlicher Leiter des Polizeireviers Ettlingen, meint: „Bei manchem Oktoberfest oder Fastnachtsumzug in der Region ist unter Sicherheitsaspekten in der Vergangenheit mehr zu beklagen gewesen, als bei den beiden ersten Auflagen der Riesen-Techno-Party  WinterWorld .

Jugendschutz und Prävention

Dennoch: Der große Polizeieinsatz sei gerechtfertigt mit dem Jugendschutz und dem Präventionsgedanken. Das erste Mal, wird die Partyzone in der Zeit von 20 Uhr abends bis 6 Uhr morgens auf der Grundlage des Polizeigesetzes als „Kriminalitätsschwerpunkt“ definiert. Damit sind in dem engen Hallenbereich der Messe verdachtsunabhängige Kontrollen von Besuchern des Techno-Events möglich.

Partydrogen bei WinterWorld 2018

Hintergrund ist, dass bei der WinterWorld 2018 in und um die Messe bei 160 Kontrollen rund 80 Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz festgestellt wurden. Tenor von Seifert: Es seien zu viele junge Leute beim letztjährigen Event mit Partydrogen wie Ecstasy, LSD oder Kokain angetroffen worden. Auch „nur“ zwei, drei Tabletten in der Hosentasche  seien ein Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz.

Augenmerk auf die unter 18-Jährigen

Damals kontrollierte die Polizei nur aufgrund eines begründeten Anfangsverdachts Besucher der WinterWorld. Dieses Mal muss jeder Besucher jederzeit in der dm-Arena mit einer Kontrolle durch Polizisten rechnen. Die Hauptsorge dabei ist der Drogenkonsum von unter 18-jährigen Jugendlichen. Minderjährige ab 16 Jahren können bis morgens um 6 Uhr teilnehmen.

„Muttizettel“ erforderlich

Es reicht ein erwachsener Begleiter und ein „Muttizettel“, sprich die schriftliche Zustimmung eines Erziehungsberechtigten.  I-Motion  will auf die Teilnahme von 16- bis 18-jährigen Jugendlichen nicht verzichten.Mancher für  den Jugendschutz Verantwortliche hatte das gerne.

i-Motion widerspricht  Vorwurf

In der Vergangenheit  hatte i-Motion dem Vorwurf, dem Drogenkonsum Minderjähriger Vorschub zu leisten, entschieden widersprochen. Die Drogenproblematik sei kein singuläres Problem einer einzelnen Veranstaltung oder Musikrichtung, sondern Folge einer verfehlten Drogenpolitik der vergangenen Jahrzehnte. Die von Erwachsenen begleiteten Minderjährigen werden beim Zutritt in die dm-Arena an einem separaten Eingang abgefertigt.

Kostenlose  An- und Abreise mit dem KVV

Gegenüber  der Polizei  hat i-motion versichert, besonders darauf zu achten, dass die „Muttizettel“ echt sind. Direkt am Eintrittsschalter würden die Sicherheitsverantwortlichen des Unternehmens telefonischen Kontakt mit Eltern aufnehmen, um die schriftliche Erlaubnis auf ihre Korrektheit zu überprüfen. Gut findet Polizeirevierleiter Alexander Seifert, dass mit dem Kauf des Tickets für die Party eine kostenlose Hin- und Rückreise mit Stadtbahn und anderen Verkehrsmitteln im KVV-Raum verbunden ist.

bnn.de berichtet am Sonntag über das Fazit der Veranstaltung.

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