"Tutti" heißt dieses Werk von Christine Braun,das aus mehr als 250 Stelen besteht. Zu sehen ab Samstagabend im Ettlinger Museum. | Foto: pr

Werner-Pokorny-Stiftung

Preisträger im Ettlinger Schloss

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Drei  Preisträger der Werner-Pokorny-Stiftung aus den Jahren 2015 bis 2017 stellen in der Städtischen Galerie im Ettlinger Schloss zeitgenössische Kunst aus. Gezeigt werden Arbeiten von Julien Viela, Christine Braun und Georg Lutz. Alle drei haben die Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart absolviert, an der Pokorny von 1998 bis 2013 eine Professur hatte.

Videoinstallationen und Bilder

Viela präsentiert Bilder und Skulpturen, Braun 265 kleine, raumfüllende Stelen und Lutz Videoinstallationen. Die Vernissage ist am 15. September um 18 Uhr; sprechen werden dort Museumschefin Daniela Maier und die Leiterin der Städtischen Galerie in Karlsruhe, Ursula Merkel. Pokorny, der auf der Wilhelmshöhe in Ettlingen lebt und arbeitet, will ebenfalls anwesend sein und sich anschauen, was die Preisträger geschaffen haben.

Preis mit 4000 Euro dotiert

Die Werner-Pokorny-Stiftung verleiht einmal jährlich einen Preis, der mit 4 000 Euro dotiert ist. Die Vorschläge, welcher Künstler oder welche Künstlerin hierfür in Betracht kommen, stammen von der Stuttgarter Akademie, die letzte Entscheidung trifft immer der Stiftungsrat. Pokorny zufolge muss der Geldpreis zweckgebunden eingesetzt werden, und zwar für eine Erstpublikation.

Katalog als Visitenkarte

Der Bildhauer sagt, eine solche Dokumentation nach dem Abschluss an der Akademie habe er selbst als „besonders wichtig erfahren“, deshalb wolle er den Preisträgern diese Möglichkeit eröffnen. Ein Katalog sei eine Visitenkarte für die unterschiedlichsten Bewerbungen, sei es um ein Stipendium, sei es um eine Ausstellung. Sein erster Katalog vor vielen Jahren sei 20 Seiten stark gewesen, so Pokorny.

Pokornys Spuren in der Stadt

Im Anschluss an die Sonderschau in Ettlingen zeigen Viela, Lutz und Braun übrigens ihre aktuellen Arbeiten in der städtischen Galerie Q in Schorndorf. Sie sind nicht ganz deckungsgleich mit dem, was man in Ettlingen sehen kann. Museumsleiterin Maier freut sich, den Preisträgern der Pokorny-Stiftung eine Plattform in ihrem Haus bieten zu können. Pokorny selbst hat in Ettlingen seit den Landeskunstwochen Mitte der 1990er Jahre immer wieder Spuren hinterlassen. Zuletzt mit der Skulptur „Der Turm“, die im Stadtgarten einen prominenten Platz gefunden hat. Die Stadt, die via Zustiftung mit der Pokorny-Stiftung verbunden ist, hat das Objekt als Dauerleihgabe erhalten.

16. September bis 7. Oktober, mittwochs bis sonntags 11 bis 18 Uhr. Sonderführung am 19. September um 18 Uhr, www.museum-ettlingen.de