Zankapfel ist nach wie vor der Container-Bau bei der Malscher Hans-Thoma-Schule. Die Ausweichklassenzimmer werden inzwischen genutzt. | Foto: Sabine Röwer

Umbau Thoma-Schule Malsch

Projektsteuerer beruhigt Gemeinderat – noch keine Lösung im Container-Konflikt

Anzeige

Personalmangel im Malscher Rathaus macht den Einsatz eines externen Projektsteuerers für das Zehn-Millionen-Projekt Umbau Hans-Thoma-Gemeinschaftsschule nötig. 177 000 Euro werden zunächst bis Sommer 2020 dafür berappt, der Gemeinderat fordert straffe Kostenkontrolle. Indes gibt im Container-Streit um die Ausweichklassenzimmer noch keine Einigung. 

Aus dem Malscher Gemeinderat war Information dazu gefordert worden, was die FC-Gruppe aus Ettlingen als Projektsteuerer beim Bauprojekt Umbau Hans-Thoma-Gemeinschaftsschule konkret tut. Dies tat nun Geschäftsführer Tilman Roth vorm Gremium. Zufrieden mit dem Stand der Dinge wurde überdies – aufgrund fehlenden eigenen Personals – das weitere Engagement als Projektsteuerer für 177 000 Euro zunächst bis zum Sommer 2020 beschlossen. Roth blickte auf die „heiße Phase im Oktober“ zurück. Als durch das Bauprojekt Klassenräume nicht mehr zur Verfügung standen, der Containerbau als Ausweichquartier stand jedoch im Zuge der Querelen mit der Containerbau-Firma nicht zur Verfügung.

Wir tragen die Entscheidung mit

Die Gemeinde hat bekanntlich von ihr ausgemachte Mängel beseitigt und nutzt die Container seit Ende der Herbstferien. Die rechtliche Situation im Zuge des Mietverhältnisses ist noch ungeklärt, laut Tilman Roth gibt es noch keine Einigung über die zum Einsatz gebrachten Juristen. „Wir tragen die Entscheidung mit, die Container zu nutzen“, auch wenn die Auseinandersetzung noch andauere und nicht klar sei, ob eine gütliche Einigung möglich ist. Andernfalls droht ein Rechtsstreit.

Mehr zum Thema: „Schulcontainer-Streit in Masch schwelt weiter“

In die heiße Phase fiel für die FC-Gruppe auch die Neuausschreibung von Gewerken für den Schulumbau, die teils bessere Ergebnisse erbrachte. Zuvor lagen in mehreren Fällen absolut inakzeptable Preisvorstellungen von Firmen vor. Die Aufgaben der Bau- und Kostenüberwachung wurden ebenso erläutert wie „saubere Dokumentation“ und Berichterstattung. Geprüft werden auch Kostennachträge von Firmen, ob diese gerechtfertigt sind. Die FC-Gruppe war zunächst nur für zwei Monate beauftragt, nachdem der frisch eingestellte Mitarbeiter im Hochbau nach drei Monaten die Gemeindeverwaltung schon wieder verließ.

Gesamtkosten mehr als zehn Millionen Euro

Neun Wochen Verzug hat laut Roth eine „leichte Schadstoffbelastung im Putz“ verursacht. Staubschutzwände seien angebracht worden. Das zweite Bauvorhaben für den Umbau der Thoma-Schule unterteilt sich in drei Abschnitte bis Ende 2022. Dann muss man auch fertig sein, denn sonst gehen Zuschüsse verloren. Eine Untersuchung laufe, um bei Bedarf „das Bauvorhaben zu beschleunigen“. Die Gesamtkostenprognose liegt bei 10,1 Millionen Euro, inklusive eines Kostenpuffers von rund 1,5 Millionen – 889 000 Euro seien davon aufgebraucht.

Devise lautet „Aufpassen“

„Aufpassen“ laute die Devise. „Wir konnten die Verwaltung entlasten“, resümierte Tilman Roth von der FC-Gruppe. Was aus dem Rathaus klar bestätigt wird. Der Gemeinderat zeigte sich zufrieden. Praktisch „alternativlos“ ist der Einsatz eines externen Projektsteuerers, resümierte CDU-Mann Hermann Geiger die Personalnot im Bereich Hochbau in Malsch. Von Seiten der SPD bedauerte Veronika Wehr-Schwander, dass die dauerhafte Einstellung eines eigenen Projektsteuerers scheiterte. Und Karlheinz Bechler (BfU/Grüne) erklärte, man finde kein gutes Personal für die öffentliche Verwaltung. Eines der größten und teuersten Projekte der Gemeinde Malsch sieht man beim Projektsteuerer aus Ettlingen in guten Händen, betonte Markus Bechler, Sprecher der Freien Wähler. Hierzu herrschte Konsens im Rat.

Mehr zum Thema: „Pfusch beim Ersatzbau? Schüler müssen warten“