Marode ist die L 623, der Autobahnzubringer Langensteinbach. Jetzt steht fest: Mit der Sanierung wird`s erst 2019 etwas. | Foto: kdm

Mehr Verkehr für Waldbronn?

Ausbau Autobahnzubringer L 623 verzögert sich weiter

Von Klaus Müller

Die Komplettsanierung der L 623, auch „Ochsenstraße“ genannt, verschiebt sich um einige Monate. Ursprünglich war vorgesehen, mit der Sanierung des „Autobahnzubringers“ zwischen Langensteinbach und der A 8 im Herbst zu beginnen. Daraus wird nichts. Im Frühjahr soll es nun damit losgehen, teilte der Waldbronner Bürgermeister Franz Masino  mit.

Nicht gleichzeitig mit  Karlsruhe bauen

Auf BNN-Anfrage bestätigte das Regierungspräsidium (RP) die Aussage. Der Grund für die Verlegung: Die Stadt Karlsruhe, so RP-Sprecher Uwe Herzel, werde von Juli bis Dezember 2018 die L 623 in Palmbach sanieren. „Da wir nicht gleichzeitig mit der Maßnahme der Stadt bauen werden, wurde der Beginn unserer Maßnahme verlegt.“ Gleichwohl beschäftigt die Generalsanierung längst die Verkehrsplaner. Die Maßanhem wird ein Jahr dauern  und die   L 623 wird  für die Dauer der Sanierung komplett gesperrt.

Waldbronn fürchtet Umleitungsverkher

Nicht zu Unrecht befürchten die Waldbronner, dass sie dann einen Großteil des Umleitungsverkehrs „abbekommen“. Oder anders ausgedrückt: Die 16 000 bis 17 000 Fahrzeuge , die täglich die L 623 in diesem Bereich nutzen, müssen umgeleitet werden. Und das in die Umleitungsrichtungen Reichenbach, Busenbach und Mutschelbach. Vor allem die beiden Waldbronner Ortsteile dürfte es heftig treffen. Dass sich ausländische Lkw-Fahrer an das Durchfahrtverbot in Waldbronn halten werden, bezweifelt Masino stark. Die Stuttgarter Straße, die Pforzheimer Straße und die Ettlinger Straße könnten sich schnell als Nadelöhre erweisen. Nach derzeitigem Stand will das RP die Verkehrsströme durch mobile Ampelanlagen einigermaßen in den Griff bekommen.

Kreisverkehr ist  chancenlos

Keine Chance, so das Ergebnis eines Vororttermins in Waldbronn, hat ein Kreisverkehr an der Schnittstelle L 609 / Stuttgarter Straße. Dafür, zitierte Masino die Planer im RP, sei kein Geld da. Die Gemeinde, so der Tenor in der Steuerungsgruppe, solle trotzdem noch mal in dieser Sache Druck machen. Nebenbei: Innerhalb eines Jahres lässt sich der Kreisel eh nicht realisieren.  Zunächst einmal ist das Thema  durch.