Vorbild für das Ettlinger Musikfestival ist das gelungene Landesmusikfestival, das 2016 in der Ettlinger Altstadt ein großer Erfolg war und bei dem zahlreiche Chöre und Musikgruppen in entspannter Atmosphäre zusammen kamen. | Foto: Archiv Werner Bentz

Premiere in Ettlingen

Rund 2.300 Sänger und Musiker: Festival soll im Juli den Pamina-Raum vereinen

Anzeige

Der Pamina-Raum soll klingen. So könnte man den Anspruch des Ettlinger Musikfestivals mit dem Untertitel „Die Pamina-Region zu Gast“ umschreiben. Nachdem der Anmeldeschluss für das groß angelegte Stelldichein am Sonntag, 7. Juli, verstrichen ist, steht fest, dass die Nachfrage die Erwartungen übertraf. Mit 70 Vereinen ist man an der Kapazitätsgrenze, erklärt Kulturamtsleiter Robert Determann. Zum Vergleich: Beim Landesmusikfestival 2016 tummelten sich rund 1 000 Aktive. Die Atmosphäre damals löste wie berichtet den Wunsch aus, ähnliches wieder auf die Beine zu stellen. An besagtem Sonntag soll dies nun von etwa 11 Uhr bis in den Abend der Fall sein. Gesangvereine, Ensembles, Blasmusik-, Akkordeon-, Mandolinen- und klassische Orchester sind mit von der Partie.

Kulturereignis kostet mehr als 50 000 Euro

Das Ganze lässt man sich 50 000 Euro Kosten, erklärt Projektbeauftragte Luzie Weber. Mit im Boot sitzen Kultur Region Karlsruhe, Badischer Chorverband und die Sparkassen-Kulturstiftung, die jeweils nochmal 2 000 Euro zuschießen. Letztlich werden zehn Bühnen- und Auftrittsplätze in der Innenstadt zum Klingen gebracht: Auf dem Neuen Markt, Marktplatz, Schlossvorplatz, Schlosshof, Asamsaal, Schlossgartenhalle, Rosengarten, Stadtgarten, Hugo-Rimmelspacher-Platz und in der Leopoldstraße kann man dann den Vorträgen lauschen, die laut Determann äußerst vielfältig sein werden.

Geballte Klangkraft beim Abschlusskonzert

Einige der Vereine werden nur beim Auftaktgottesdienst um 10.30 Uhr mit Kirchenchören und Blasorchestern auf der Marktplatz-Hauptbühne und/oder beim großen Abschlusskonzert mit allen Gruppen um 18.30 Uhr mitwirken. Um 20 Uhr soll Schluss sein. Beim Musikfestival spiele natürlich auch die Nachwuchsarbeit mit hinein. Die Begegnung der Vereine untereinander sei weiterer Ansporn, so Determann. Die könne Impulse für die eigene Arbeit und gemeinsame Aktivitäten geben. Über Verbandsgrenzen hinweg „sieht man sich in diesem großen Rahmen und auf professionellen Bühnen eigentlich sonst nicht“.

Breit gefächertes Programm auf zehn Bühnen in der Altstadt

Die einzelnen Spielorte seien dabei unterschiedlich geprägt. So findet auf dem Rimmelspacher-Platz ein Kinder- und Jugendchortreffen statt, eine Jazzlounge lockt auf dem Schlossplatz, eine Popmusikbühne im Schlosshof, sensible Ensembles in den Prunksälen. Klanggewaltig sollen im Stadtgarten Männerchöre erklingen – inklusive Mitsingangebot, im Rosengarten kleine, feine Ensembles bezaubern und ein interkultureller Musikspielplatz entsteht zum Mitmachen und Ausprobieren. Ein breit gefächertes Bewirtungsangebot gehöre mit zum Ettlinger Musikfestival. Natürlich werden jede Menge Lokalmatadoren zu hören sein, etwa der Gesangverein Spessart mit rund 100 Aktiven. Doch reist ein Großteil von außerhalb an – so ist Musik etwa aus Harthausen in der Pfalz über Ottenau im Murgtal bis Illkirch-Graffenstaden im Elsass. Der Begriff Pamina-Region für Pfalz, Mittlerer Oberrhein und Nordelsass sei ja an sich für viele Menschen eher schwammig, so Robert Determann. „Am 7. Juli wird es aber ganz konkret.“

Service: Die Liste aller Teilnehmer sowie weitere Informationen finden sich auf www.ettlingen.de unter der Rubrik Kultur und Musikfestival.