Nach dem Scheunenbrand in Bad Herrenalb am frühen Sonntagmorgen hat die Polizei einen Verdächtigen verhaftet. | Foto: Einsatzreport24

Nach Zeugenhinweisen

Scheunenbrand in Bad Herrenalb: Polizei fasst Verdächtigen

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Nach dem Scheunenbrand in Bad Herrenalb am frühen Sonntagmorgen hat die Polizei einen Verdächtigen verhaftet. Hinweise von Zeugen brachten die Ermittler auf die Spuren des 41-jährigen Mannes.

Schon nach Ende der Brandlöscharbeiten kursierte in der Ortschaft das Gerücht, dass die Kriminalpolizei einen dringend Tatverdächtigen festgenommen habe Dieser wurde am Montag einem Haftrichter vorgeführt und von diesem, wie in der Pressemitteilung von Polizei und Staatsanwaltschaft steht, aufgrund seines psychischen Zustandes, in eine Spezialklinik eingewiesen.

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Bei den weiteren Ermittlungen der Polizei und Staatsanwaltschaft werde unter anderem auch geprüft, ob der 41-Jährige Tatverdächtige für einen weiteren Brand in Rotensol sowie für Sachbeschädigungsdelikte in Rotensol und Neusatz zwischen Samstagabend und Sonntagmorgen in Frage kommt.

Auch für weitere Taten verantwortlich?

Dabei geht es wie aus Feuerwehrkreisen zu erfahren war, um ein durch einen Zufall rechtzeitig erkanntes Feuer in einer Stallung des Rotensoler Birkenhofes, wo der Pächter rechtzeitig einen kleinen Brand in einer Stallung für Rinder und Schweine erkannte und diesen im Keim ersticken konnte. „Der Zufall“ kam dadurch zustande, dass der Pächter der Stallung einen Schlepper holen wollte, um seinen Kollegen auf dem Schwalbenhof beim Herausziehen von brennenden Anhängern zu helfen.

Auch an anderer Stelle im Bereich Neusatz und Rotensol soll in der Nacht ein frei liegender Ster Holz angezündet worden sein. Der aus Neusatz kommende Bürgermeister-Kandidat Klaus Hoffmann, hatte seiner Vorstellungsrede am Montagabend im Kurhaus verbindende Worte vorangestellt, und unter Beifall des Publikums eine Solidaritätsadresse an die Familien des Schwalbenhofes ausgesprochen.

Betreiber des Schwalbenhofes will weitermachen

Bauer Heiko Duss, vom Schwalbenhof, der am Sonntag nach den dramtischen Ereignissen sichtlich unter Schock gestanden hatte, setzte durch die Teilnahme an der Fragerunde zur Bürgermeisterwahl ein erstes Zeichen, dass er trotz des Brandes mit dem hohen Sachschaden gewillt ist, den Schwalbenhof weiter als wichtige Einrichtung zur Erhaltung der Mindestflur im oberen Albtal auf Kurs zu halten.

Der Brand am Sonntagmorgen hatte einen Stall und mehrere sich darin befindliche Maschinen und Fahrzeuge zerstört. Der Sachschaden beläuft sich nach Angaben der Polizei auf 800.000 Euro.

(Mit PM)