Der Äbtissin gehuldigt wird traditionell zum Start der Klostertage im Konventgarten der Ruine Frauenalb. | Foto: Archiv

In der Ruine Frauenalb

Gehorsamsgelübde zum Start der Klostertage

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Klostertage oder Bahnhofsfest oder beides? Wer am Wochenende 19./20. August  ins Albtal fährt, der hat die Qual der Wahl oder die Gelegenheit, gleich zwei publikumsträchtige Feste in unmittelbarer Nachbarschaft zueinander zu besuchen.  Neben dem Bahnhofsfest in Bad Herrenalb  die Klostertage in der Ruine Frauenalb. Die finden 2017 zum 31. Mal statt und dürften – immer vorausgesetzt das Wetter spielt mit – einige tausend Gäste anlocken.

Huldigungsszene zum Start

Offizieller Start  des Spektakels, für das die Arbeitsgemeinschaft Schielberger Vereine die Verantwortung trägt, ist um 15 Uhr am Samstag mit der Huldigungsszene im Konventgarten. In historischen Gewändern ziehen Klosterschwestern, Klosteramtmann, Schultheißen, Klosterjäger und Gesinde ein, geloben Gehorsam der Äbtissin, um sodann beim ersten Fass Gerstensaft ausgiebig zu feiern. Zur Unterhaltung spielen die Albtalmusikanten auf, ab 20 Uhr gibt es Musik aus Österreich mit der Gruppe „Silbertaler“. Besonders schön ist die Stimmung im Konventgarten in den Abendstunden, wenn ihn viele bunte Lichter erhellen.

Klostermeisterschaften geplant

Der Sonntag beginnt traditionell mit einem  ökumenischen Gottesdienst unter Mitwirkung des Kirchenchores und der Feuerwehrkapelle Schielberg (10 Uhr), sodann steht Frühschoppen auf dem Programm und ab 13 Uhr treffen sich Wettkampfteams zu den Frauenalber Klostermeisterschaften mit allerhand altertümlichen Spielen. Den Nachmittag gestalten die „Einheit Schielberg“ und die „Achertäler“. Ab 21 Uhr sind Flammenillumination im Kirchenschiff und zum Finale der „Nachtwächterruf angesagt.

Klostertage seit 1986

Die Frauenalber Klostertage wurden 1986 durch die Gemeinde Marxzell initiiert und sind inzwischen eine Institution. Vorausgegangen waren umfangreiche Sanierungsarbeiten in der Ruine seit 1980. Von Beginn brachte sich die Arbeitsgemeinschaft der Schielberger Vereine ein. Sie bereitete und bereitet aufwendig und mit hohem zeitlichen Einsatz der Ehrenamtlichen das Fest Jahr für Jahr vor. Am besten zu erreichen ist die Klosterruine per AVG, Haltestelle Frauenalb.

Der „Klostergeist“ führt

Wer die Ruine und ihre Geschichte  näher kennenlernen  oder  über die Sanierung etwas erfahren will, kann kostenlose Führungen mit „Klostergeist“   und Architekt Gerhard Stöckle machen: Am  Samstag um 16 Uhr, am Sonntag um 14 und 16 Uhr.