Begrüßung des neuen Ensembles der Schlossfestspiele Ettlingen für die Theatersaison 2018 | Foto: hei

Begrüßung des neuen Ensembles

Schürmers letzte Saison bei Schlossfestspielen

Udo Schürmer gibt sich locker und lässig. Ja, er freut sich auf die Schlossfestspiele 2018, sagt er, und nein, wehmütig sei er kein bisschen, weil die vor ihm liegende Theatersaison seine definitiv letzte in Ettlingen ist. „Für Tränchen ist es zu früh“, meint der Impresario und lacht, als er am Dienstag zusammen mit OB Johannes Arnold das Ensemble begrüßt. Der Rathauschef spricht ein paar freundliche Grußworte, vergleicht die Festspiele mit einem „Schmuckstück“ und den Schlosshof mit dem dazu passenden „Schmuckkästlein“, wünscht eine erfolgreiche Saison und ist schnell wieder weg. Ein Termin in Stuttgart …

Wünsche für eine erfolgreiche Saison der Schlossfestspiele

Bei Schürmer geht‘s sodann etwas länger. Nicht nur, dass er die Schauspieler, Sänger und Tänzer, die ab sofort fürs Musical „Chicago“, das Kinderstück „Das kleine Gespenst“ und in Kürze auch fürs Schauspiel „Der Kaufmann von Venedig“ proben, bittet, sich vorzustellen. Er hat auch ein paar Verhaltensregeln parat: „Geht mit den Barockräumen, wo sich eure Garderoben befinden, pfleglich um“, „springt nicht von der Bühne, da hat sich schon mal jemand verletzt“, „Rauchen nur auf dem Rimmelspacher Platz, bitte nicht im Schlosshof“ und – ganz wichtig – „denkt an den Sonnenschutz, es wird bei den Proben hier richtig warm“.

Einige „alte Hasen“ unter Ensemble-Mitgliedern

Die „alten Hasen“ unter den gut 30 Ensemblemitgliedern kennen die Anweisungen und Ratschläge des Festspielchefs schon, die „Frischlinge“ hören aufmerksam zu. So beispielsweise die junge Isabel Kott, die die Rolle des „kleinen Gespensts“ übernimmt und die der Jessica in Shakespeares „Der Kaufmann von Venedig“. Sie ist begeistert von der Open-Air-Situation im Schlosshof, wohnt bei „einer netten Familie in Bruchhausen“ und hofft natürlich, dass „Ettlingen ein Sprungbrett für mich ist“.

Marc Lamberty ist wieder dabei

Marc Lamberty, den das Publikum voriges Jahr als Transvestit in der „Rocky Horror Show“ feierte und mit dem Kurt-Müller-Graf-Preis belohnte, verkörpert 2018 den Anwalt Billy Flynn im Musical „Chicago“. Er ist überzeugt: „Das wird genauso gut wie Rocky Horror, die Musik ist genauso bekannt, das Stück reißt einfach mit“. Lamberty ist samt Hund Jupp („dem gefallen vor allem die Parks hier“) bei derselben Familie in Schöllbronn untergekommen wie voriges Jahr.

Adrian Kroneberger ist Rekordhalter

Mit seinem nunmehr elften Engagement beim Ettlinger Theatersommer dürfte Adrian Kroneberger den Rekord halten. Zuletzt sah man ihn als buckligen Riff-Raff in der „Horror Show“, er war aber schon unter Intendant Fritzdieter Gerhards immer mal wieder an der Alb präsent. Jetzt steht er als Amos in „Chicago“ auf der Bühne. Ob er sich auch 2019, wenn Solvejg Bauer das Sagen hat, bewerben will? Kroneberger lacht: „Warum nicht? Mir gefällt‘s hier und meine Unterlagen bekommt sie bestimmt …“

Service
Theaterfest 2. Juni 14 bis 17 Uhr, Premiere „Das kleine Gespenst“ am 9. Juni, 15 Uhr, „Chicago 21. Juni, 20.30 Uhr, „Der Kaufmann von Venedig“, 28. Juni, 20.30 Uhr, Schlagerrevue 5. Juli, 20 Uhr, Tickets: (0 72 43) 10 13 33 oder www. schlossfestspiele-ettlingen.de.