Grund zur Freude haben die Stadtwerke Ettlingen - hier der Firmensitz in der Hertzstraße . Nach schwierigen Jahren sind sie wieder in der Gewinnzone. | Foto: Archiv

Positives Ergebnis 2016

Stadtwerke Ettlingen schreiben schwarze Zahlen

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Die Stadtwerke  Ettlingen  schreiben schwarzen Zahlen:  Selten entspannt präsentierten Eberhard Oehler, Geschäftsführer der Stadtwerke Ettlingen , und OB Johannes Arnold  als Aufsichtsratsvorsitzender den Jahresabschluss des Energieversorgers für 2016. Die heiteren Mienen hatten ihren Grund: Die Stadtwerke lieferten in sechsstellig positives Ergebnis. Konkret: 574 000 Euro Überschuss. Zum Vergleich: Im Jahr 2015 wies die Bilanz noch einen Fehlbetrag von 42 000 Euro aus und schon damit war man zufriedener als mit dem Vorjahr, wo der kommunale Energieversorger ein Minus von 1,8 Millionen Euro zu „verdauen“ hatte.

Erfolgreiche Konsolidierung

Für Arnold wie Oehler ist das Zahlenwerk 2017 Beweis dafür, „dass die Konsolidierung des Unternehmens greift“ und es sich bei dem Erfolg „nicht um eine Eintagsfliege“ handelt. Die Belegschaft habe gemeinsam zu dem guten Resultat beigetragen, hoben die beiden Stadtwerke-Verantwortlichen hervor. Die Rückbesinnung auf das Kerngeschäft sei die „richtige Entscheidung“ gewesen, man werde sich auch in Zukunft darauf konzentrieren.

Positive Prognose für 2017

Oehler wagte die Prognose, dass auch 2017 und folgende Jahre den Stadtwerken ein positives Ergebnis bescheren werden. Für 2017 etwa rechnet er mit einem Plus zwischen 700 000 Euro und einer Million. Dabei haben die Stadtwerke Ettlingen unverändert den Klotz Bäder am Bein. Sie verursachten 2016 ein Defizit von rund 3,3 Millionen Euro nach 2,9 Millionen 2015. Schuld daran war unter anderem der schlechte Sommer, der für weniger Frequenz sorgte. Die Buhlsche Mühle, in der 2016 etwa 1 300 Veranstaltungen von Seminaren bis Familienfeiern stattfanden, machte 500 000 Euro Miese.

Schmuckstück der Stadtwerke: Die Buhlsche Mühle ist ein beliebter Ort zum Tagen und feiern. Foto: Archiv | Foto: Archiv

Strom- und Gasgeschäft läuft

Erfreulich entwickelte sich das Strom-/Gasgeschäft: So verkauften die Stadtwerke 2016 etwa 210 Millionen Kilowattstunden Strom, beim Gas waren es 504 Millionen Kilowattstunden. Die Umsatzerlöse lagen beim Strom bei 33 Millionen Euro, der Gewinn in dieser Sparte stieg auf 1,6 Millionen Euro. beim Gas wurden 17 Millionen Euro Umsatzerlöse erzielt, der Gewinn lag bei gut einer Million Euro damit ebenfalls höher als 2015. Beim Wasser schrieb man ein Plus von 320 000 Euro und damit etwas weniger als 2015, denn „im nassen Sommer wurde weniger Wasser verkauft“, so die Erklärung von Eberhard Oehler.

Plus bei den Dienstleistungen

Mit der Wärmeversorgung erwirtschafteten die Stadtwerke ein Plus von 270 000 Euro und Dienstleistungen, brachten ihnen 1,3 Millionen Euro. Unter anderem ist man für die Stadt bei der Leerrohrlegung (schnelles Internet) aktiv. Der Gewinn der SWE-Netzgesellschaft machte 239 000 Euro aus, die als Dividende an die EnBW gezahlt wurden. An die Stadt Ettlingen leisten die Stadtwerke eine Konzessionsabgabe von zwei Millionen Euro.

61 Blockheizkraftwerke

Derzeit haben die Stadtwerke 61 Blockheizkraftwerke am Laufen – Tendenz weiter steigend. 900 private Energieerzeuger speisen in ihr Netz ein, hauptsächlich aus Fotovoltaikanlagen. Geplant ist, dass der Ettlinger Energieversorger die Mehrheit an einer Biomasseheizzentrale in Straubenhardt übernimmt, über den Kaufpreis sei man sich mit der Gemeinde zwischenzeitlich einig. Oehler will mit dem Engagement „einen Fuß in der kommunalen Tür haben“, um für die Gemeinde künftig auch auf anderen Feldern tätig sein zu können – etwa wie in Waldbronn, Durmersheim oder Au am Rhein bei der Straßenbeleuchtung. Das größte Öko-Projekt der Stadtwerke in Ettlingen ist derzeit „Zeozweifrei im Quartier“ im Musikerviertel.

Preise bleiben stabil

Ein Wort zum Personal: derzeit haben die Stadtwerke 220 Mitarbeiter beschäftigt, in Voll- und Teilzeit. 20 Auszubildende erlernen dort einen Beruf. Und noch etwas, das Kunden gerne hören dürften: Die Energiepreise sollen einstweilen stabil bleiben.