Will gewinnen: Polizist Timo Buttendorf aus Waldbronn ist im Objektschutz tätig und hat am 21. September vor Dieter Bohlen gesungen. | Foto: MG RTL D / Stefan Gregorowius

Bruce Darnell weint

Singender Polizist aus Waldbronn will „Supertalent“ werden

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Wird ein singender Polizist aus Waldbronn „Das Supertalent“? Timo Buttendorf rechnete sich auf jeden Fall Chancen aus, bei der RTL-Castingshow um den bissigen Juror Dieter Bohlen am Ende gut abzuschneiden. Er hat es nun auf jeden Fall schon in die weitere Auswahl geschafft, beim Vorsingen gab es jede Menge Lob – und dreimal ein „Ja“ für den 37-Jährigen.

„Ich mache das bisher nebenberuflich und trete etwa bei Hochzeiten oder Firmen-Events auf“, erklärt er. Eigentlich ist er aber Dienstgruppenleiter beim Objektschutz des Polizeipräsidiums in Karlsruhe. Ob er Richtung Finale zusteuert ist noch geheim – Stillschweigen wurde vertraglich vereinbart –, doch war der 37-Jährige in Bremen zur Ausscheidung und schnupperte schon „Star“-Luft. Die Luft sollte ihm nicht ausgehen beim Auftritt am Samstag, 22. September (RTL).

Buttendorf war auch schon bei „Voice of Germany“

Flug und Hotel zahlte der Sender, vor Ort werde man dann abgeschottet. Ein großes Vertragswerk musste er mit dem Privatsender unterzeichnen. Auf einen Auftritt wie in Bremen könne man nicht wirklich vorbereitet sein. „Das ist eine ganz andere Nummer. Doch hat er schon Casting-Erfahrung, denn 2015 war Timo Buttendorf bei „The Voice of Germany“ dabei, wenngleich in der ersten Runde Schluss war. Am meisten Angst hatte ich vor Dieter Bohlen“, betont er zum Casting in Bremen. Von dem gab es laut RTL aber Vorschusslorbeeren, bevor Buttendorf „Bis meine Welt die Augen schließt“ von Alexander Knappe zum Besten gab. Bohlen kündigte an: „Ich breche ja jedes Mal eine Lanze für Polizisten. Also, du kannst singen wie du willst, von mir bekommst du ein Ja!“ Dem erklärte der Polizei-Oberkommissar, dass „Polizist meine Berufung und Singen meine Leidenschaft“ ist. Jurorin Sylvie Meis habe geschwärmt: „Das ist schon ein heißer Polizist.“ Und auch nach dem Vorsingen wurde tatsächlich ebenfalls Lob ausgeschüttet: Juror Bruce Darnell etwa hatte Tränen in den Augen: „Oh my God, das ist so schön…:“  Dieter Bohlen schwärmte laut RTL: „Du hast eine unheimlich fette Stimme, die ist fett, breit, da hat alles gestimmt“, eine tolle Leistung sei das gewesen. Und zuletzt schwenkte auch Sylvie Meis ein: „Deine Stimme, Timo! Das ist ja großartig. Das kommt sofort in meinem Herzen an.“ 

Kandidaten werden psychologisch „nachbetreut“

Zuvor wurden für eine Image- und Home-Story zur Person Filmaufnahmen auf seiner Dienststelle und in Waldbronn gemacht. Buttendorf wohnt mit seiner Partnerin in Busenbach, gedreht wurde etwa im Kurpark von Waldbronn mit seinen Hunden, „und auch bei mir im Fitness-Keller“.
Das „Supertalent“-Finale wäre im Dezember in Köln als Live-Sendung. Der zweifache Vater aus Waldbronn betont, dass er heftig nervös war. Vor seinem Auftritt sei eine Kandidatin gnadenlos „weggedrückt“ worden. Dem Absturz folge aber beim „Supertalent“ die Nachsorge, wenn der Traum zerbricht. „Die Kandidaten bekommen psychologische Hilfe direkt vor Ort.“ Am Ende der Staffel, wenn die Jury alle Bewerber gesehen hat, entscheiden die drei Juroren, welche Talente ein Ticket für das Finale erhalten. Im Finale entscheiden dann nur noch die Zuschauer per Telefonvoting, wer „Das Supertalent 2018“ und 100.000 Euro gewinnt.