Zur Gruppe Schallwellen haben sich Hospizmitarbeiter zusammengeschlossen. Sie singen und musizieren am 13. Mai in der Paulusgemeinde Ettlingen.
Zur Gruppe Schallwellen haben sich Hospizmitarbeiter zusammengeschlossen. Sie singen und musizieren am 13. Mai in der Paulusgemeinde Ettlingen. | Foto: BNN

Förderverein Hospiz

So können Sie in Ettlingen schwerst kranke und sterbende Menschen finanziell unterstützen

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Geburtstag, das bedeutet Geschenke. Die bekommt – wie jeder andere auch – der Förderverein Hospiz, der im Oktober seinen 20. feiert. Etwa von den Stadtwerken Ettlingen, der örtlichen Musikschule, dem Polizeimusikkorps Karlsruhe oder der Galeristin Frauke Neugebauer. Sie alle bringen sich mit besonderen Benefizaktionen ein, um die Arbeit für schwerst kranke und sterbende Menschen finanziell zu unterstützen.

So bitten die Stadtwerke am 22. November zu einem Abend rund um den badischen Wein und haben in der Buhlschen Mühle die bekannte Sommelière Natalie Lumpp zu Gast. Die Musikschule wünscht am 7. Dezember in der Schlossgartenhalle mit ihrer Big Band „Grooveties“ swingende und jazzende Weihnacht, das Polizeimusikkorps gestaltet in der Böhnlichhalle Wössingen den Abend des 28. Mai unter dem Motto „Die Mischung macht‘s“. Und Frauke Neugebauer organisiert am 17. November eine Kunst-Auktion in der „Scheune“ der Diakonie Ettlingen. Werke namhafter regionaler Künstler sollen dort den Besitzer wechseln – auch das für den guten Zweck.

Viele Programmpunkte

Die genannten Gratulanten sind aber längst nicht alle, die den Förderverein Hospiz beschenken. Im Jahresprogramm 2019/20, das dieser Tage erschienen ist, tauchen daneben viele „alte Bekannte“ auf, darunter Gerlinde Hämmerle und die Combo Symbadico (24. April, Pfinzhalle Dettenheim) und der Lions Club Karlsruhe-Turmberg. Er hat für den 29. November in der evangelischen Stadtkirche Durlach Peter Lehel & Guests verpflichtet. Mit von der Partie sind erneut „Die Grauen Zellen“ mit ihrem aktuellen Programm „Geisterdebatte“ (8. Mai, Gemeindesaal der evangelischen Stadtkirche Durlach), das KIT ( dieses Mal mit dem Kammerorchester unter Leitung von Dieter Köhnlein, 22. Februar im Konzerthaus Karlsruhe), die Band Akzente von Wolfgang Abendschön (Heilig Abend, Stadtkirche Karlsruhe) und der Kammerchor Ettlingen (27. Oktober im Asamsaal), um nur ein paar Beispiele zu nennen.

Klappern gehört zum Handwerk

„Wir sind sehr dankbar für das große und vielfältige Engagement“, sagen Helma Hofmeister und Professor Dieter Daub vom Förderverein Hospiz übereinstimmend. Beide wissen: Klappern gehört zum Handwerk. Deshalb ist das Kulturprogramm des Hospizvereins aus ihrer Sicht auch ein wichtiger Beitrag dazu „in der Öffentlichkeit wahrgenommen zu werden und für unsere Arbeit zu werben“.

Kleinkunst, Lesungen und Musik

Neben Kleinkunst, Lesungen und Musik gibt es eine Reihe interessanter Vorträge, etwa den von Reimer Gronemeyer „Demenz ist keine Krankheit“ am 14. November in der „Kulisse“ oder den von Ulrike Frank-Klett, die sich am 13. Februar 2020 in der „Scheune“ mit der Entstehung und Bewältigung von Traumen befasst. Ettlingens Stadtarchivarin Dorothee Le Maire bringt am 24. April den Ettlinger Friedhof als „Ort des Friedens und der Versöhnung“ näher, und die beiden Medizinerinnen Esther Lutsch und Sabine Ziegler greifen am 13. Januar im Stephanusstift am Stadtgarten das Thema „Patientenverfügung – Möglichkeiten und Grenzen der Selbstbestimmung“ auf.

Trauerwanderung im Herbst

Petra Baader, die mit Margareta Magosch das Jahresprogramm des Fördervereins zusammengestellt hat, macht zudem auf Angebote wie das Trauercafé „Kornblume“ an jedem dritten Mittwoch im Monat in der „Scheune“ aufmerksam, auf das „Heilsame Singen“ mit Religionspädagogin Karin Kittel, das „sehr gut angenommen wird“ oder die Trauerwanderung im Herbst, die am 20. Oktober geplant ist (Start um 11 Uhr am Freibadparkplatz). Schon am 12. Oktober werden Ehrenamtliche auf dem Ettlinger Marktplatz stehen und anlässlich des Welthospiztages informieren. Dann darf gerne der Spendentrichter des Hospizes mit kleinen oder größeren Beträgen gefüllt werden.

Große Unterstützung aus der Bevölkerung

Das Hospiz „Arista“, bislang einziges im Stadt- und Landkreis Karlsruhe, wurde 2006 eröffnet und 2015 erweitert. Es verfügt über zwölf Plätze, die fast immer alle belegt sind. Helma Hofmeister geht dank der unverändert großen Unterstützung aus der Bevölkerung („das ist eine echte Bürgerbewegung“) davon aus, bis in zwei Jahren die laufenden Kredite getilgt zu haben. Derzeit macht man sich intensiv Gedanken über ein zweites Hospiz in Bruchsal mit acht Plätzen.

Programminfos
www.hospizfoerderverein.de. Fest zum 20. Geburtstag des Fördervereins am 22. Oktober im Karlsruher Tollhaus (kleiner Saal), 19 Uhr, mit Musik und Kabarett. Moderation Martin Wacker.