Auch das Städtische Klinikum Karlsruhe präsentierte sich bei der Ausbildungsbörse in Ettlingen und zwar "hautnah". | Foto: mi

Ausbildungsbörse in Ettlingen

„Kontakthof“ für Firmen und künftige Azubi

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Von  Mareike Inhoff
22. Ausbildungsbörse  in der Stadt Ettlingen: Jenny Howorka weiß genau, was sie einmal werden möchte: Veranstaltungsmanagerin. Die 17-Jährige liebt es, zu organisieren. Auf der Suche nach dem passenden Ausbildungsplatz ist sie in die Albgauhalle gekommen.

86 Unternehmen machen mit

Doch nicht alle der zahlreichen Jugendlichen, die vor der Halle auf den Beginn der Ausbildungsbörse warten, haben wie Jenny schon ein konkretes Berufsziel vor Augen. Viele möchten sich erst einmal grundlegend darüber informieren, welche Ausbildungsberufe und Studienmöglichkeiten die 86 anwesenden Unternehmen anbieten. Einen ersten Einblick in das Handwerk der Landschaftsgärtner bekommen die Wartenden schon vor Betreten der Halle. Auszubildende der Stadt Ettlingen behauen hier Steine vor einem kleinen Feuer.

Körperliche Anstrengung wenig beliebt

„Der Beruf des Landschaftsgärtners ist körperlich anstrengend“, erzählt die Organisatorin der Börse, Anja Karbstein. Kälte, Hitze, Schmutz, all das gehöre dazu. Viele Ausbildungssuchende würden  davor zurückschrecken. Dabei sei der Beruf „sehr abwechslungsreich“, so Pascal Ring vom Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Ring. Genau wie die Stadt würden auch sie händeringend nach Lehrlingen suchen. Am Suchen sind auch die Vertreter der Deutschen Post. Interessenten für eine Ausbildung als Berufskraftfahrer sind Mangelware.

Viel los war am Stand der Waldbronner Firma Taller, wo Berufspraktiker den Nachwuchs informierten. | Foto: mi

Möglichkeit zum Gespräch

Die Ausbildungsbörse bietet für sie die Möglichkeit, mit Jugendlichen ins Gespräch zu kommen und vielleicht durch die spontane Vermittlung eines Praktikums bei dem einen oder anderen Interesse zu wecken. Tatsächlich haben auf der Ausbildungsbörse schon einige Unternehmen in den vergangenen Jahren Auszubildende gesucht und gefunden. So auch die AOK Ettlingen.

Es soll was Technisches sein

Die Vielfalt der Berufsbilder  auf der Börse schätzt auch Luise Hucker.  „Ein technischer Beruf“, soll es sein, meint die Schülerin.  Was genau es dann schließlich werden wird, weiß sie aber noch nicht. Vielleicht wäre ein Praktikum gut, meint die 15-Jährige. Beim Stand des KIT könnte sie fündig werden. Auch das KIT fand einige Auszubildende hier. „Es ist Tradition für uns, an der Ausbildungsbörse teilzunehmen. Gerade dieses Jahr aber ist die Zahl an Unternehmen und Besuchern einfach beeindruckend“, lobt Andreas Deck vom KIT die Veranstaltung.

Lob vom Bürgermeister

Ettlingens Bürgermeister Moritz Heidecker kann dem nur zustimmen. „Wir wüssten gar nicht, wo wir noch mehr Stände unterbringen sollten, die Halle ist voll“, so Heidecker. Auf die Frage, was er sich denn als Jugendlicher für eine Ausbildung angesehen hätte, lächelt er und sagt spontan: „Pilot vielleicht, oder Lokomotivführer.“