Erstmals eine Frau an der Spitze der Schlossfestspiele Ettlingen: Solveig Bauer nimmt die Glückwünsche von OB Johannes Arnold entgegen. | Foto: Werner Bentz

Schlossfestspiele Ettlingen

Erstmals eine Frau: Solvejg Bauer folgt ab 2019 auf Udo Schürmer

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Solvejg Bauer aus Saarbrücken lautet der Name der künftigen Intendantin der Schlossfestspiele Ettlingen.   Um 20.55 Uhr stand  am Mittwoch fest, dass erstmals eine Frau  die Verantwortung für den Freiluft-Theatersommer an der Alb übernehmen wird. Sie siegte denkbar knapp  im zweiten Wahlgang (Stichwahl)  vor dem Karlsruher Kammertheater-Duo Ingmar Otto und Bernd Gnann. Christoph Biermeier, ehedem erfolgreicher Intendant der Freiluftspiele in Schwäbisch Hall war im ersten Wahlgang auf dem dritten Platz gelandet. Die knapp 42-Jährige Bauer  hatte in einer schwungvollen Vorstellungsrede in einer öffentlichen Sitzung die  Gemeinderäte im Rittersaal des Schlosses Ettlingen von ihrer Qualitäten überzeugt.

Schwungvolle Vorstellung

„Die Ettlinger können jetzt frischen Wind erwarten. Ich will ein belebtes Schauspielschloss in Ettlingen haben. Das Musical soll der Publikumsmagnet bleiben“, kommentierte die Siegerin. OB Johannes Arnold sagte, er freue sich auf eine gute Zusammenarbeit mit der neu gewählten Festspielchefin. Der Stabwechsel vom aktuellen Intendanten Udo Schürmer auf die neue  Intendantin erfolgt 2019.

Drei Vorschläge in letzter Runde

Im gut besetzten Rittersaal hatten sich nach einem umfangreichen Auswahlverfahren die Gemeinderäte für einen von drei Wahlvorschlägen zu entscheiden. Eine Frau, ein Mann sowie ein Duo traten an.  Solvejg Bauer, Jahrgang 1976, kam mit der Empfehlung am Saarländischen Staatstheater, am Theater Dortmund und an der Kammeroper Hamburg erfolgreich inszeniert zu haben.  Christoph Biermeier, Jahrgang 1963, brachte das Pfund  mit, seit Jahren erfolgreich die Freilichtspiele in Schwäbisch Hall zu inszenieren und über 20 Jahre Erfahrung als freier Regisseur zu verfügen und das Duo Bernd Gnann (Jahrgang 1976) und Ingmar Otto (Jahrgang 1981) aus der Nachbarstadt Karlsruhe  rechnete  sich wegen der denkbarem Synergiemöglichkeiten zwischen Kammertheater und Schlossfestspielen bei der Wahl große Chancen aus. Letztlich überzeugte aber das „Temperamentsbündel“ aus dem Saarland den Ettlinger Gemeinderat. Den vorgegebenen Etat will sie einhalten, die Bevölkerung mehr einbeziehen und die Festspiele „verjüngen“..