Die Wiederaufnahme von "Othello" soll die Gartenschaubesucher im August zum Lachen bringen.
Die Wiederaufnahme von "Othello" soll die Gartenschaubesucher im August zum Lachen bringen. | Foto: Stadt Bad Herrenalb

Sommernachtstheater Herrenalb

„Kranker“ statt Blumen im Rampenlicht

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Zwischen dem 14. Juni und dem 2. September zählen der gestiefelte Kater, ein Hypochonder sowie ein leidender Opernsänger zu den Attraktionen auf der Gartenschau in Bad Herrenalb. Als Teil des Veranstaltungsprogramms wird das jährlich stattfindende Sommernachtstheater Bad Herrenalb zum ersten Mal auf den Bühnen des Gartenevents zu sehen sein.

Schauspiel inmitten der Blütenpracht

In rund zweieinhalb Monaten Spielzeit bringt die Amateurgruppe an 13 Terminen zwei unterschiedliche Stücke auf die Bühne. Doch auch die ganz Kleinen treten ins Rampenlicht: Inmitten der Blütenpracht spielt ab 25. Juni das Kindertheater „Der gestiefelte Kater“ von Andrea Kälber.

Wir hoffen, ein neues Publikum zu erreichen.

„Wir hoffen, auf der Gartenschau ein neues Publikum erreichen zu können, das sich auch darüber hinaus an das Sommernachtstheater erinnert“, so der Regisseur der erwachsenen Gruppe, Bodo Kälber. Denn die Eintrittskarten sind automatisch auch Theatertickets: „Unser Ziel ist es, dass die Besucher, nachdem sie uns kennengelernt haben, nächstes Jahr extra nach Bad Herrenalb kommen, um uns zu sehen“, betont er.

"Der Eingebildete Kranke" unter Regie von Bodo Kälber wurde 2014 zum ersten Mal aufgeführt.
„Der Eingebildete Kranke“ unter Regie von Bodo Kälber wurde bereits 2014 als Sommernachtstheater in Bad Herrenalb aufgeführt. | Foto: Birgit Gräff-Rau

Zwischen Probe und Premiere

Zweimal pro Woche probt das Amateur-Ensemble zunächst für die Premiere von „Der Eingebildete Kranke“. Sieben Mal wird die Gruppe ab 14. Juni damit auf der Sparkassen-Bühne auf der Schweizerwiese zu sehen sein. Zeitgleich beginnen die Proben für die Komödie „Othello darf nicht platzen“, die ab 24. August ebenfalls auf der Sparkassen-Bühne gespielt wird, berichtet der Regisseur.

Wir haben die Zeit, an der Sprache zu arbeiten.

Beide Stücke inszenierte Kälber bereits in den Vorjahren, viel verändert hat er für die Wiederaufnahme nicht: „Wir haben dieses Mal den Luxus und die Zeit, intensiv an der Sprache arbeiten und uns nur darauf konzentrieren zu können.“ Die Schauspieler stehen diesen Sommer dennoch einer besonderen Herausforderung gegenüber: Während sie an einem Tag bereits für „Othello“ proben, müssen sie nur kurze Zeit später in eine andere Rolle schlüpfen. Ein Wechsel, der nicht immer leicht ist, betont der Theaterchef.

 

Die Bühne gibt den Rahmen vor

Neu sei außerdem, dass sich das Schauspiel der Bühne anpassen muss. In den vergangenen fünf Jahren wählte Kälber Spielorte in Bad Herrenalb aus, die zum Stück passten. „Auf der Gartenschau ist uns die Bühne mit ihrer Größe und ihren Möglichkeiten vorgegeben.“

Wir müssen uns keine Sorgen um das Wetter machen.

Doch zum ersten Mal müsse man sich keine Sorgen um das Wetter machen, versichert Johanna Nofer von der Produktionsleitung voller Vorfreude: „Sowohl die Bühne selbst, als auch die Zuschauerränge sind bei der Sparkassen-Bühne überdacht.“ Knapp 400 Plätze für Theaterinteressierte gibt es dort. „Somit wird unser Ensemble vor einem wesentlich größeren Publikum spielen als die vergangenen 19 Jahre“, so Nofer: „Durch die Kulisse, welche die Gartenschau bietet, wird auch die Atmosphäre in diesem Jahr sicher eine andere sein.“

Informationen und Tickets unter www.sommernachtstheater2017.de