Direkt neben dem Rathaus liegen in der Altstadt die "Ratsstuben". Nächstes Jahr will die Stadt Ettlingen das Gebäude sanieren. | Foto: hei

Traditionshaus in der Altstadt

Ettlingen steckt Geld in die „Ratsstuben“

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Eines der bekanntesten Lokale in der historischen Altstadt von Ettlingen  sind die „Ratsstuben“. Und das aufgrund ihrer Lage direkt neben dem Rathaus und ihrer langen Tradition. Das Gebäude Kirchenplatz 1-3 gehört der Stadt Ettlingen und ist in die Jahre gekommen. Der Betrieb der Gastwirtschaft ist aufgrund langer Wegstrecken vom Untergeschoss bis ins Dachgeschoss nicht ganz einfach.

Pachtvertrag endet im Dezember 2018

Der Mietvertrag mit dem Pächter der  „Ratsstuben“ endet offiziell zum 31. Dezember 2018. Die Stadt  will den anstehenden Betreiberwechsel nutzen, um das gesamte Objekt neu zu ordnen. Oberbürgermeister Johannes Arnold zufolge hat der Gastronom die Stadt wissen lassen, er sei noch bereit, bis zum Start eines Umbaus im Sommer 2019 weiterzumachen, damit in exponierter Innenstadtlage nicht länger als nötig Leerstand herrscht. Für die Nachfolge zeichne sich eine Lösung ab, die sei aber noch nicht ganz sicher, so Arnold gegenüber den BNN.

Zuschüsse vom Land Baden-Württemberg

Da sich der Kirchenplatz 1-3 im Sanierungsgebiet „Schloss Ettlingen“ befindet, gibt es für die Instandsetzung Geld vom Land Baden-Württemberg. Die Stadt rechnet mit einer Bauphase von elf Monaten bei der von ihr bevorzugten Umbauvariante, die jüngst auch im Gemeinderat abgesegnet wurde. Sie kostet voraussichtlich 1,5 Millionen Euro; der Eigenanteil der Stadt beträgt dabei 950 000 Euro. Mit dem Projekt befasst ist der Karlsruher Architekt Thomas Fabrinsky.

Fassade zum Marktplatz wird weiter geöffnet

Kernstück der Sanierung ist eine Verbesserung im Küchenbereich der „Ratsstuben“, so dass Lagerflächen für selbige im Kellergeschoss und im Treppenhaus entfallen. Zudem wird die Fassadenfläche zum Marktplatz hin weiter geöffnet. Das Kühllager an der Stelle entfällt und wird im rückwärtigen Teil der Küche untergebracht. Im Obergeschoss, wo auch städtische Verwaltung angesiedelt ist, werden die zum Lokal gehörenden Flächen so geordnet, dass sie unabhängig von der Verwaltung funktionieren.

Auch mehr Platz für Rathausmitarbeiter

Die Verbindung zum benachbarten Rathaus bleibt im OG bestehen. In die obere Etage kommen auch die bislang im Erdgeschoss angesiedelten Gästetoiletten der „Ratsstuben“  bis auf das Behinderten-WC. Dessen Platz ist im Parterre. Was das Dachgeschoss betrifft, so beendet die Stadt ein Mietverhältnis dort und bietet dem Betroffenen eine Ersatzwohnung an. Künftig stehen die frei gewordenen Quadratmeter  Rathausmitarbeitern  zur Verfügung