Stammzellenspender gesucht: Wie hier vor ein paar Jahren in der Ortenau gibt es am 15. Oktober eine Typisierungsaktion in Mörsch für den krebskranken Uwe Frei. | Foto: Archiv

„Fasenachter gegen Krebs“

Typisierungsaktion für Uwe Frei in Mörsch

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Der  50-jährige Uwe Frei aus  dem Karlsruher  Stadtteil Knielingen  hat Blutkrebs. Eine Stammzellspende ist seine einzige Überlebenschance. Bislang ist die weltweite Suche nach einem „genetischen Zwilling“ erfolglos. Wer gesund und zwischen 17 und 55 Jahre alt ist, kann laut einer Mitteilung der gemeinnützigen DKMS GmbH Tübingen (ehemals Deutsche Knochenmarkspenderdatei) helfen und sich am Sonntag, 15.Oktober, in der Keltenhalle Mörsch als potenzieller Stammzellspender  registrieren lassen.

Bei Fasnachtern in Forchheim aktiv

Auch Geldspenden würden dringend benötigt, da der gemeinnützigen Gesellschaft allein für die Registrierung eines jeden neuen Spenders Kosten in Höhe von 35 Euro entstehen. Uwe ist nicht nur ein „Knielinger Bub“, sondern vielerorts auch als Zunftmeister der Forchheimer Welschkornnarren und Elferrat des Forchheimer Elferrat Clubs, so Stefan Kungl von der Rheinstettener Fasnachter-Initiativgruppe. Sie organisiert  die  Typisierungsaktion mit. Als „immer lustig und immer froh“ beschreiben Kungl und seine Freunde Uwe Frei.

Im Labor wird die Erbinformation des entnommenen Gewebes untersucht. | Foto: dpa

Schockdiagnose vor ein paar Wochen

Doch derzeit  hat Uwe Frei nicht viel zu lachen. Vor einigen Wochen wurde er mit der schockierenden Diagnose Blutkrebs konfrontiert. Viel Zeit muss er seitdem im Krankenhaus verbringen. Dinge, die er gerne getan hat, wie Musik, Moped fahren oder tauchen, liegen auf Eis.´ Aber Uwe gibt nicht auf: Sein großes Ziel ist es, in der nächsten Fasnachtssaison wieder mit seiner fröhlichen und spaßigen Art die Menschen zum Lachen zu bringen.

Überleben nur durch Stammzellenspende

Uwe Frei  kann  nur überleben wenn es  einen Menschen mit nahezu den gleichen Gewebemerkmalen gibt, der zur Stammzellenspende bereit ist. „Deshalb ist es wichtig, dass sich möglichst viele Menschen als potenzielle Stammzellenspender registrieren lassen. Denn nur dann können sie als Lebensretter gefunden werden“, weiß Stefan Kungl. Unter dem Motto „Fasenachter gegen Blutkrebs – für Uwe und andere!“ appellieren die Initiatoren gemeinsam mit OB Sebastian Schrempp, Schirmherr der Aktion, an die Menschen in der Region, sich am Sonntag, 15. Oktober, von 11 Uhr bis 15 Uhr in der Keltenhalle Mörsch  einzufinden und sich in die Datei aufnehmen zu lassen.

Registrierung geht einfach und schnell

Die Registrierung geht einfach und schnell: Nach dem Ausfüllen einer Einverständniserklärung werde beim Spender ein Wangenschleimhautabstrich mittels Wattestäbchen gemacht, damit seine Gewebemerkmale im Labor bestimmt werden könnten. Spender, die sich bereits in der Vergangenheit bei einer Aktion registrieren ließen, müssen nicht erneut mitmachen. Einmal aufgenommene Daten stehen auch weiterhin weltweit für Patienten zur Verfügung. Für alle, die bereits registriert sind und auch für die, die aus gesundheitlichen Gründen von einer Stammzellenspende ausgeschlossen sind, lohnt es sich dennoch zu kommen.  Die Initiativgruppe bietet für alle Besucher ein umfangreiches Getränke- und Essensbüfett. Der Erlös des Verkaufs kommt der Aktion Uwe Frei  zugute.