Hohe Auszeichnung für Minister a.D. Erwin Vetter (Mitte). Ministerpräsident Kretschmann (rechts) verlieh die Staufermedaille. Links der Protokollchef. | Foto: jcw

Hoher Orden für Erwin Vetter

Als erster Umweltminister im Land Standards gesetzt

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Das Staatsministerium in Stuttgart war trotz Anwesenheit von Ministerpräsident Winfried Kretschmann und vieler Ministerialbeamter am Mittwochnachmittag fest in „Badischer Hand“: Anlass war die Verleihung der Großen Staufermedaille in Gold an Ettlingens Minister a.D. Erwin Vetter, dem ersten Umweltminister des Landes.. Viele politische Weggefährten vom aktuellen Ettlinger OB Arnold über Karlsruhes OB Frank Mentrup, Bürgermeister Franz Masino bis zu CDU-Parteifreunden aus Ettlingen waren aus Baden gekommen, um der Laudatio des Ministerpräsidenten zuzuhören und beim Empfang im Staatsministerium, im Runden Saal der Villa Reitzenstein, dabei zu sein.

Laudatio des Ministerpräsidenten

Zudem waren viele Freunde aus Vetters Familie mit Gattin Rosemarie an der Spitze oder der frühere SRH-Klinik-Chef Professor Curt Diehm präsent: Ministerpräsident Kretschmann meinte in ausgesprochen festlicher Atmosphäre, Vetter habe in seinem Leben viele Menschen zusammengebracht und auf allen Ebenen „mit Leidenschaft geführt.“ Als erster Umweltminister des Landes von 1987 bis 1992 habe der Geehrte nicht auf große Worte, sondern auf konkretes und nachhaltiges Tun gesetzt. „Er hat Pflöcke eingerammt und Standards in der Umweltpolitik des Landes gesetzt“.

Große Liebe zu Heimat und Natur

Auf Initiative des Geehrten seien binnen weniger Jahre wichtige Gesetze zum Schutz der Umwelt verabschiedet worden. Kretschmann, der Vetter mit „Erwin“ und „Du“ ansprach, rühmte Vetters große Liebe zu seiner Heimat und zur Natur. Dabei sei der gebürtige Mannheimer „ein Großstadtkind“. Vetters Unterstützung für den Nationalpark habe er dankbar verspürt. Vetter habe viel Gutes für die Menschen, vor allem als OB von Ettlingen, aber auch in vielen kulturellen, kirchlichen und sportlichen Ehrenämtern getan. Von ihm sei die Idee einer „Stiftung pro Politik“ ausgegangen, die er 20 Jahr lang geleitet habe.

Dem Geschlecht der Staufer verbunden

Diese sei eine wunderbare Idee, bei jungen Menschen das Verantwortungsgefühl für das Gemeinwesen zu wecken. In seinen Dankesworten meinte Vetter: „Ich wollte eigentlich keinen weiteren Orden mehr.“ Aber das Geschlecht der Staufer stehe für drei Dinge, die bis heute einen hohen Wert für Politik und Gesellschaft hätten. Es sei Vorläufer der europäischen Idee gewesen, habe so etwas wie das Berufsbeamtentum eingeführt und zudem sei sein geliebtes Ettlingen eine Stauferstadt gewesen.