Fedrow, Scholz Fetzner | Foto: jcw

Unabhängige Ettlinger Liste?

Thomas Fedrow tritt wieder zur Bürgermeisterwahl an

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„CDU-Bürgermeister Thomas Fedrow tritt zur Wahl als Bürgermeister in Ettlingen wieder an.“ Mit dieser Aussage begann gestern eine Pressekonferenz im Ettlinger DRK-Haus. Sie wurde vom ehemaligen Weingartener Bürgermeister und Kreistagsmitglied Klaus-Dieter Scholz moderiert. Mit dabei war Rechtsanwalt Volker Fetzner, Kanzlei Dr. Kühlewein, Fetzner und Kollegen, der Fedrow bei der anhängigen sogenannten Mobbing-Affäre in Sachen Vorwürfe der Ettlinger Justiziarin vertritt (wir berichteten).
Hintergrund für Fedrows Erklärung ist die am Mittwoch im Ettlinger Gemeinderat anstehende Verabschiedung des Pressetextes für die Ausschreibung der Bürgermeisterwahl am 15. November im Ettlinger Gemeinderat.

Fedrow: „Mobbing-Vorwürfe nicht stichhaltig“

Bislang wird im Verwaltungsvorschlag der Ausschreibung noch nicht erwähnt, dass der Amtsinhaber wieder antritt. Weiterhin habe, so Fedrow, ihn OB Arnold jüngst schriftlich aufgefordert, zu erklären, ob er „eine Bewerbung als Bürgermeister beabsichtigt“. „Sehr geehrte Damen und Herren des Gemeinderats, lieber Herr Kollege OB Arnold, mit großer Freude teile ich mit, dass ich mich erneut zur Kandidatur als Erster Beigeordneter und Bürgermeister zur Wahl stelle.“ Fedrow begründete seine erneute Bewerbung – er war vor acht Jahren mit großer Mehrheit vom Gemeinderat auf Vorschlag der CDU gewählt worden – mit den Worten „Ettlingen wurde meine Heimatstadt und sie und ihre Menschen sind es wert, dass wir die besten Ergebnisse gemeinsam erzielen“.

Fedrow: Ettlingen wurde meine Heimatstadt

Der Bürgermeister bezeichnete seine jetzt ablaufende Amtszeit in einer Rückschau als „erfolgreich“. In den vergangenen Jahren habe er viele Sonder-Projekte mit dem Anspruch hoher Nachhaltigkeit, Wirtschaftlichkeit und Bürgerakzeptanz unter finanzieller Beteiligung der Privatwirtschaft und Ehrenamtlicher erfolgreich abgeschlossen. Fedrow kündigte an, im Falle seiner Wahl sich verstärkt dafür einzusetzen, dass freie Mittel aus dem städtischen Haushalt für Sozial- und Jugendbetreuung und nicht für Prestigeprojekte eingesetzt werden. Fedrow beklagte sich über „respektlose Äußerung“ zu seiner Person durch OB Johannes Arnold.

Fedrow: Respektlose Äußerung des OB

Er bezog sich dabei auf die Berichterstattung über die Verabschiedung des Leiters des Ettlinger Amts für Wirtschaftsförderung und Gebäudewirtschaft, Wolfgang Erhard, bei der Arnold sinngemäß gesagt haben soll, Erhard wäre der bessere Bürgermeister gewesen (wir berichteten).
Rechtsanwalt Fetzner sieht auch gute Chancen, die „Mobbing-Vorwürfe“ der Justiziarin gegen den Bürgermeister auszuräumen. Problem dabei sei nur, wenn so etwas einmal im Umlauf sei, bleibe immer etwas hängen. Fedrow beklagte, dass weder Arnold noch irgendjemand anderes für die „Mobbing-Vorwürfe“ irgendwelche stichhaltigen Beweise habe vorlegen können. Mit der Kandidatur zum Bürgermeister will er auch ein Zukunftsprogramm für Ettlingen vorlegen. Er schloss nicht aus, bei der 2019 anstehenden OB-Wahl den Hut in den Ring zu werfen. Täglich werde er von Bürgern dazu aufgefordert. In dem Zusammenhang stehe der Wunsch nach einer neuen politischen Kraft im Gemeinderat.

Wünschen Bürger neue politische Kraft?

Fedrow: Es könne durchaus sein, dass es bei der Kommunalwahl im Mai 2019 eine Unabhängige Ettlinger Bürgerliste gebe, zumal ihm CDU-Stadtverbandsvorsitzender Werner Raab signalisiert habe, ihn nicht mehr als Kandidaten auf der CDU-Kreistagswahlliste haben zu wollen.