Natur erleben kann man im Albtal - die Gästezahlen sind erneut gestiegen. | Foto: Albtal Plus

Mehr Gäste im Jahr 2018

Tourismus im Albtal: Erneuter Rekord

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Das Tourismusjahr 2018 im Albtal endete  mit einem Rekord.  Es sind deutlich mehr Gäste ins Tal gekommen als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Wie die Tourismusgemeinschaft Albtal Plus mitteilt, hat das Statistische Landesamt Baden-Württemberg in den Albtal Plus-Kommunen Ettlingen, Bad Herrenalb, Dobel, Marxzell, Waldbronn, Straubenhardt und Karlsbad von Januar bis Dezember 2018 insgesamt 534 187 Übernachtungen in Betrieben mit mehr als neun Betten gezählt – ein Plus von drei Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Beherbergungsbetriebe mit weniger als 9 Betten finden in dieser Statistik keine Beachtung.

534 187 Übernachtungen

Auch die Zahl der Gästeankünfte von 235.219 konnte um 2,9 Prozent gesteigert werden. Gäste aus Deutschland überwiegen mit einem Anteil von ca. 80 Prozent (insgesamt 191 519 Ankünfte mit 418 173 Übernachtungen). Den größten Anteil am Wachstum haben aber erneut Gäste aus dem Ausland, deren Anteil an den Gesamtübernachtungen um fast 20 Prozent anstieg (insgesamt 43.700 Ankünfte mit 116 014 Übernachtungen).

Durchschnittliche Aufenthaltsdauer 2,3 Tage

Die Gästestruktur im Albtal ist vielfältig, insgesamt 60 Betriebe in der Statistik boten 4 198 Schlafgelegenheiten mit einer durchschnittlichen Aufenthaltsdauer von 2,3 Tagen. Die übernachtungsstärksten Monate waren Juli, August und September mit durchschnittlich 52 500 Übernachtungen pro Monat. Aber auch die übrigen Monate weisen im Durchschnitt fast 42 000 Übernachtungen auf. Die positive Entwicklung zeigt die Bedeutung des Wirtschaftsfaktors Tourismus in der Region. Die Kommunen im Albtal tragen mit ihrem Angebot an Kultur, Kulinarik und Wellness erheblich dazu bei. Natur und Aktiv sein im Albtal – mit dem Rad oder zu Fuß – spielen eine große Rolle im Albtal-Tourismus. Entscheidend vor Ort sind die Beherbergungs- und Gastronomiebetriebe, die Tourist- und Stadtinformationen und die touristischen Leistungsträger mit ihrem Angebot für den Gast – sie alle tragen zu einem positiven Erlebnis bei.

Zwei größere Hotels in Herrenalb nicht in Betrieb

Das Ergebnis für das Albtal könnte besser ausfallen. Ein Blick auf die Hotel-Szenerie in Bad Herrenalb zeigt dies: Seit Jahren steht das Mönchs Posthotel leer und das rund 60 Betten fassende Hotel am Kurpark ist ebenfalls seit einiger Zeit geschlossen. Das Hotel am Kurpark in Bad Herrenalb steht wieder zum Verkauf. So hatte es Bürgermeister Norbert Mai im Gemeinderat verkündet. Warum der türkische Investor Hüseyin Aydogan scheiterte, lässt sich an mancher Bewertung in einschlägigen sozialen Medien ablesen und es ist auch kein Geheimnis, dass die Geschäftsleitung vor Ort Empfehlungen der beratenden Touristik Bad Herrenalb, was Marketing und Führung des Hauses angeht – so war es vielfach zu hören – nicht umsetzten; wenn sich Gäste über den Service beschwerten, sei nicht unbedingt sofort konsequent nachgegangen worden. Die Begeisterung in der Kurstadt über den Investor, der sich einmal als Betreiber von Kurhaus und Therme ins Gespräch brachte, litt nach und nach immer mehr. Mit 307 646 Übernachtungen bleibt Bad Herrenalb der Kurort schlechthin im Albtal, wobei bei dieser Zahl zu berücksichtigen ist, das die Kurstadt auch Betriebe mit unter neun Betten mit eingerechnet. 2017 meldete die Kurstadt 294 889 Übernachtungen. Die aktuelle Zahl entspräche einem Plus von 4,1 Prozent.

Ferienwohnungen sind im Trend

Gesunken ist die Aufenthaltsdauer. Betrug sie 2017 im Schnitt 4,04 Tage, sind es jetzt 3,76 Tage pro Gast. Lange Aufenthalte sind „out“, Kurzreisen sind „in“. Die größten Zuwächse konnte Herrenalb bei ausländischen Touristen verzeichnen. Vorrangig kommen diese Gäste aus Niederlande, Frankreich und Schweiz. Und, so die Touristik Herrenalb, abschließend: Die Renner seien aktuell die Ferienwohnungen.