Am Mittwochnachmittag ist gegenüber der St.-Wendelin-Kirche in Waldbronn-Reichenbach ein Baum auf ein Haus gekracht. Eine Frau wurden von Ästen getroffen und verletzt. | Foto: Jens Puchelt

Verletzte und hoher Schaden

Weißfäule: Buche kracht in Waldbronn auf ein Wohnhaus gegenüber der Kirche

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Weißfäule ist wohl der Grund, weshalb eine rund 150 Jahre alte Buche am Mittwochnachmittag gegenüber der Sankt-Wendelin-Kirche in Waldbronn-Reichenbach auf ein Haus gekracht ist. Auch ein Auto wurde darunter begraben, eine 74-jährige Frau wurde von Ästen getroffen und verletzt.

„Der Baum ist einfach umgefallen“, so der Reichenbacher Feuerwehrkommandant Jochen Ziegler zum spektakulären Baumfall am Mittwoch gegen 16 Uhr. Die massige Buche fiel auf ein Haus gegenüber der Pfarrkirche St. Wendelin. Die 74-jährige Frau war als Passantin unterwegs und laut Polizei „wie durch ein Wunder“ nur leicht verletzt. Insgesamt wurde ein Sachschaden von rund 50.000 Euro durch den Baumsturz angerichtet.

Bewohner nicht im Haus

Bürgermeister Franz Masino war ebenfalls am Ort des Geschehens, um sich ein Bild zu machen. Er ist froh darüber, dass nicht mehr Fußgänger unterwegs und mehr Autos geparkt waren.  Die Feuerwehr eilte nach der Alarmierung mit drei Fahrzeugen und 23 Leuten vor Ort. Rettungsdi

Quer über die Straße stürzte die rund 150 Jahre alte Buche, die am „Kirchbuckel“ stand. | Foto: Jochen Puchelt

enst und Notarzt stellten nochmals ein Dutzend Einsatzkräfte. Der Baum stand zuvor, wie weitere hohe Buchen, auf dem abschüssigen Gelände vor der katholischen Kirche. Das Nachbarhaus wurde stark beschädigt, der Bewohner waren glücklicherweise aber noch nicht zuhause.

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Die von Ästen getroffene Frau wurde nach ersten Erkenntnissen nicht schwer verletzt, wurde aber vorsorglich zu einem Arzt gebracht, berichtet Ziegler weiter. Laut dem Feuerwehrkommandanten und nach Zeugenaussagen ging kein starker Wind, die Buche fiel dennoch. Die Buche brach praktisch am Ansatz ab. Makroskopische Symptome von Weißfäule sind vor allem die Weißfärbung des befallenen Holzes, seine Zerfaserung und ein damit einhergehender Verlust an Stabilität.

Statische Untersuchungen

Aufgrund der Größe des Baums durfte die Feuerwehr hier nicht mit Sägen ran – eine Spezialfirma war angefordert worden und ein Forstschlepper kam zum Einsatz. Die Arbeiten dauerten am Ende bis gegen 22 Uhr. Die Feuerwehr kontrollierte das getroffene Gebäude, auch ein Baustatiker wurde hinzugezogen. Demnach konnten die Bewohner in das Haus zurückkehren. Zuvor mussten Teile des Hauses abgestützt werden. Die Pfarrgemeinde ließ zwischenzeitlich die weiteren Bäume auf ihrem Gelände untersuchen, auch per Ultraschall. Diese seien standfest, es handelt sich jedoch auch nicht um Buchen.