Die Gartenschau 2017 brachte für Bad Herrenalb einen Schub. 2018 weisen die Übernachtungszahlen in der Kurstadt nach oben. | Foto: Archiv:pr

Übernachtungszahlen steigen

Schub für Bad Herrenalb durch die Gartenschau

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Dass die Gartenschau 2017 für Bad Herrenalb ein Erfolg war, ist nicht neu – die Übernachtungszahlen fürs Folgejahr machen jedoch Hoffnung, dass der Kurort dauerhaft mehr Besucher locken kann. 307 646 Übernachtungen wurden 2018 verzeichnet; das entspricht einem Plus von 4,1 Prozent zum Gartenschaujahr mit 294 889 Übernachtungen. Die Ankunftszahlen stiegen von 72 091 auf 80 591.

Stadtmarketing ist „freudig überrascht“

„Freudig überrascht“ sei man laut Nina Schäfer, Leiterin des Eigenbetriebs Tourismus und Stadtmarketing. Da für 2018 noch nicht alle Meldescheine eingegangen sind, sei die tatsächliche Zahl der Übernachtungen sogar noch etwas höher. Grundlage der Erfassung ist das Herrenalber Meldescheinwesen, das die Betten in allen Beherbergungsbetrieben sowie den Kliniken erfasse.

Image-Gewinn durch Gartenschau

Natürlich profitiere man vom Image-Gewinn durch die Gartenschau. „Viele Besucher, die 2017 da waren, kommen wieder.“ So recht erklären kann man sich manch positiven Effekt nicht bis ins Detail. Etwa, warum wesentlich mehr Touristen aus der Schweiz und aus den Niederlanden den Weg an die Alb fanden, wenngleich natürlich für Schweizer die Preise günstig sind. Bei ausländischen Touristen, gerade auch aus Frankreich, hatte man die größten Zuwächse. In Frankreich sei schon während der Gartenschau verstärkt etwa in Gartenliebhaber-Magazinen und bei Reisegesellschaften geworben worden.

Mehr Ausländer übernachten

Allein aus den genannten drei Ländern sei eine satte Steigerung von 2 938 Übernachtungen auf 7 675 im Jahr 2018 registriert. Ein Frequenzbringer war sicher auch die kostenlose Werbung durch das Land im Zuge der Gartenschau.Immens ist der Anstieg bei den Übernachtungen und Ankünften aller ausländischen Touristen. Betrug die Übernachtungszahl 2017 noch 10 124, stieg diese 2018 auf 20 913, hat sich also mehr als verdoppelt. Die Zahl der Ankünfte stieg von 2 636 auf 6 345.

Wir wollen die Zahlen behaupten

Wie Nina Schäfer resümiert, habe man das Marketingbudget 2018 von 160 000 Euro wohl gut eingesetzt. In diesem Jahr werden es aber wohl deutlich weniger Mittel  sein. Die Haushaltsberatungen laufen noch. „Die Statistik zeigt, dass der Tourismus in Bad Herrenalb nach wie vor eine äußerst bedeutende Rolle spielt.“ Man wolle die Zahlen möglichst behaupten. Auch Bad Herrenalb spielten weltweite Entwicklungen in die Karten. Deutschland gelte als sicheres Reiseland, der Trend zu mehr Urlaub im eigenen Land komme hinzu.

Viel Werbung im Ruhrgebiet

Traditionell stark werbe man zum Beispiel im Ruhrgebiet. Dort sei man für das Stichwort Schwarzwald sehr empfänglich. Im Social Media-Bereich und bei Messen sei man stärker als früher vertreten gewesen – etwa auf der Busreisemesse RDA in Friedrichshafen. Werbe-Schwerpunkt sei das Thema Wandern. Nach der Gartenschau verfüge man überdies über mehr Betten, auch durch Zuwachs bei Ferienwohnungen.
Gesunken ist indes die Aufenthaltsdauer der Gäste, weiß Nina Schäfer. Betrug die 2017 im Schnitt noch 4,04 Tage, so sank sie 2018 auf 3,76 Tage. Dieser Abwärtstrend sei im gesamten Schwarzwald zu beobachten. „Lange Aufenthalte sind out, Kurzreisen sind in.“