Illegalen Abfallsammlern kam die Polizei in Karlsbad und Marxzell auf die Spur. | Foto: dpa

In Karlsbad und Marxzell

Schlag gegen „Wertstoff-Mafia“

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Schlag  gegen die „Wertstoff-Mafia“: Ein  Zeugenaufruf in den BNN wegen einer osteuropäischen Sammlergruppe führte  jetzt  zu  polizeilichem Erfolg.  Laut Jürgen Maisch vom Ermittlungsdienst des Polizeireviers Ettlingen rief  nach  dem Hinweis auf illegale Sammlungen einer „ungarischen Familie“  ein Bürger aus Marxzell an, dass gerade drei junge Leute dabei seien, Flugblätter in seinem Wohngebiet  zu verteilen.

Illegale Wertstoffsammlung

Auf denen kündigten sie an, Wertstoffe aller Art, vom Fahrrad über Kleidungsstücke bis zum ausrangierten Rasenmäher, mit einem Transporter einzusammeln.Daraufhin fuhr eine Polizeistreife raus, um den drei jungen Leuten klar zu machen, dass dies eine illegale  Wertstoffsammlung sei. Gleichzeitig nahmen sie dem Trio seine Flyer – etwa 1 000 Stück – ab und erteilten ihnen einen Platzverweis für den Landkreis Karlsruhe.

In Karlsbad dieselben Leute aktiv

Anfang dieser Woche  fuhr  dann eine weitere Polizeistreife nach Karlsbad, weil  dort schon Tage zuvor per Flugblatt eine neuerliche Sammlung angekündigt  worden war. Dabei landete die  Polizei einen „Volltreffer“. Just die drei jungen Leute, die den Platzverweis erteilt bekommen hatten, waren dort mit einem Transporter unterwegs. Sie hievten am Straßenrand abgestellte Sammelgegenstände in ihr Fahrzeug mit ungarischem Kennzeichen. Im Wagen selbst fanden  die Beamten  noch 10 000 weitere Flyer, die auf eine geplante Sammlung im Bereich Pfinztal hinwiesen.

Anführer ist polizeibekannt

Die drei Männer erwartet jetzt eine Anzeige wegen Verstoßes gegen das Kreislaufwirtschaftsgesetz und das Landesabfallgesetz. Sie konnten gegenüber der Polizei  keinen Entsorgungsnachweis erbringen.  Zudem mussten  sie eine Sicherheitsleistung in Höhe von 1 200 Euro  hinterlegen. Und der polizeibekannte Anführer der Gruppe musste allein 1 000 Euro auf den Tisch legen. Die eingesammelten Waren  ließ die Polizei auf den Wertstoffhof in Karlsbad-Ittersbach fahren.