Das Ettlinger Albgaubad ist ein beliebtes Familienbad. Am Donnerstag war es Schauplatz einer Polizei- Aktion. | Foto: Fabry

Hausverbot nicht respektiert

Ungebetener Badegast geht im Albgaubad auf Bademeister los

Ein 17-jähriger wollte sich am Donnerstag gewaltsam Zutritt zu Freibad Ettlingen verschaffen. Gegen 17.20 Uhr kam der junge Marokkaner mit zwei Begleitern zum Freibad. Dort wurde ihm der Zutritt vom Bademeister, wegen eines bestehenden Hausverbotes, verwehrt. Er verhielt sich gegenüber diesem äußerst respektlos und versuchte, ihn zur Seite zu schieben. Zwei Polizeibeamte, die sich privat im Freibad aufhielten, wurden auf die Situation aufmerksam und kamen der Badeaufsicht zu Hilfe. Der junge Mann wurde zunehmend aggressiver und versuchte schließlich auf den Bademeister loszugehen. Durch die beiden Polizeibeamten wurde der sich wehrende Jugendliche zu Boden gebracht und die vorläufig festgenommen.

Festnahme eines jungen Asylbewerbers

Er konnte mit Hilfe eines weiteren Bademeisters, so die offizielle Mitteilung der Polizei,  bis zum Eintreffen einer Streife festgehalten werden. Ein Polizeibeamter erlitt bei der Festnahme mehrere Schürfwunden. Die beiden Begleiter hatten die Flucht ergriffen. Der 17-jährige Asylbewerber hatte bereits Tage zuvor  Badegäste angepöbelt und belästigt, weshalb ihm das Hausverbot erteilt worden war. Auch damals war es, wie die BNN erfuhren zu einem Polizeieinsatz im Schwimmbad gekommen. Gründe waren: Sie belästigten andere Badegäste und  folgten den Anweisungen des Badepersonals nicht. Die Aktion der Polizei  vom Donnerstag war nur der Schlusspunkt einer seit Stunden laufenden Auseinandersetzung im Bad.  Schon  gegen 15 Uhr war der kommunale Ordnungsdienst, wie die BNN von einem Badegast erfuhren,  zu Hilfe gerufen worden. Der erteilte  den jungen Männern einen Platzverweis. Sie hatten  zuvor gegenüber dem Badepersonal erklärt, das Hausverbot  würde sie nicht interessieren.

Platzverweis zeigte keine Wirkung

Der Platzververweis zeigte keine Wirkung: Das Trio versuchte sich über einen Zaun Zugang ins Freibad zu verschaffen, was durch das Bäderpersonal verhindert werden konnte. Einige Zeit später tauchten sie wieder im  Kassenbereich auf. Dort gelang es zunächst mit Mühe, sie nochmals  wegzuschicken, wobei sie sich erneut äußerst aggressiv und respektlos gegenüber dem Kassenpersonal gebärdeten. Kurz darauf kehrten sie zurück und wollten wiederum Zutritt ins Bad.

Kassenpersonal eingeschüchtert

Das Kassenpersonal wurde dabei dermaßen eingeschüchtert, dass ein Bademeister zur Unterstützung gerufen wurde. Die jungen Männer ließen sich auch von ihm nichts sagen und bedrohten diesen. Da dem Bademeister bekannt war, dass sich gerade ein Polizeibeamter privat im Schwimmbad aufhielt, rief er diesen über die Lautsprecheranlage zu Hilfe. Auch gegenüber dem Beamten änderte sich das Verhalten der jungen Männer zunächst nicht. Als sie aber mitbekamen, dass eine Polizeistreife unterwegs war, zogen es zwei der Männer vor, die Flucht zu ergreifen.

Spuckversuche im Polizeifahrzeug

Der Dritte ließ sich aber durch die Anwesenheit des Polizisten nicht davon abhalten,  den Bademeister körperlich anzugreifen. Nur mit Mühe gelang es dem Beamten, einem weiteren Polizeibeamten und zwei Bademeistern den renitenten Mann zu bändigen. Bei der Rangelei wurden ein Polizeibeamter und ein Bademeister leicht verletzt. Bei der Festnahme und dem Transport zum Polizeirevier versuchte er wiederholt, die Beamten anzuspucken.
Gerüchteweise soll es Zweifel an den Angaben des mit Hausverbot belegten Festgenommenen geben. Er soll bereits älter und schon unter anderer Identität aufgetreten sein. Ob er das Bundesamt für Migration hinsichtlich seiner Person getäuscht hat, ist nicht bekannt.