Ein einziges Ärgernis: Die illegale Müllentsorgung wie hier an Glascontainern beim Penny-Markt in Mörsch. | Foto: pr

Rheinstettener Bürger sauer

„Jetzt reicht`s mit dem wilden Ablagern von Müll“

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„Jetzt reicht es mit dem Müll. So kann es nicht mehr weitergehen. Das Ordnungsamt tut zu wenig gegen wildes Ablagern.“  Mit diesen Worten wandte sich ein Rheinstettener Bürger an  die BNN.  Stein des Anstoßes:  Abfallberge  an einem Glascontainer-Platz beim Penny-Markt in Mörsch. Aber nicht nur das ärgert ihn: Es sei unverkennbar:  in den vergangenen Wochen werde an vielen Ecken Müll abgelagert.

Müllablagern ein „Volkssport?“

Oberbürgermeister Sebastian Schrempp bestätigte den Eindruck des Rheinstettener Bürgers bezüglich der Müllablagerungen. In der Region sei generell festzustellen, das es zu einem „Volkssport“ geworden sei,  Müll in der Landschaft abzuwerfen. Wer beispielsweise die Bundesstraße 36 oder die Landesstraße 566 entlang fahre, könne dies gut sehen. Sein Ordnungsamt nehme er ausdrücklich in Schutz. Gerade in den vergangenen Wochen habe dieses  seine Anstrengungen verstärkt, um auf die Spur von Menschen zu kommen, die illegal auf der Rheinstettener Gemarkung Müll ablagerten. Man habe den Personaleinsatz deutlich erhöht.

Sind Banden unterwegs?

An manchem Altglascontainer, dies gelte gerade für jene beim Mörscher Penny Markt, hätten die Leute des Ordnungsamts schon fast den Eindruck, dass „bandenmäßig“ illegal Müll entsorgt werde. Zusätzliches Problem sei, dass es im Landkreis enorme Probleme mit dem Transportunternehmen gebe, dass im Auftrag der Duale Systeme Deutschland die Glascontainer entleeren soll. Wenn dies nicht regelmäßig geschehe und Glas dann außerhalb der Container abgestellt wird, lade dies Müllfrevler geradezu ein, dann noch Müll dazuzustellen. Aktuell habe es das Ordnungsamt insbesondere auch mit großen illegalen Lebensmittelablagerungen aus dem gastronomischen Bereich zu tun. Besonders betroffen davon seien der Glascontainer-Standort beim Penny-Markt und ein weiterer Standort beim Schulzentrum gewesen.

Suche nach Täter erfolglos

Bislang habe man trotz intensiver Bemühungen die Täter nicht ausfindig machen können. Sogar auf Detektive habe man zurückgegriffen, ohne bislang einen Erfolg vermelden zu können. „Dieser zusätzliche Einsatz gegen die illegalen Müllentsorger ist richtig teuer“, so  Schrempp. Das Problem sei, um den Tätern wirklich etwas nachweisen zu können, müsse man sie auf frischer Tat ertappen. Verdachtsmomente aufgrund von Funden im Müll gegen bestimmte Personen genügten selten, um sie dann juristisch wasserdicht der illegalen Müllentsorgung zu überführen.