Am Seehof Ettlingen und damit der Kreuzung mit der B 3 sind Veränderungen geplant, um einen schnelleren Verkehrsabfluss sicherzustellen, so lange die Baustelle auf der A 5 zwischen Karlsruhe-Süd und Rastatt -Nord läuft. | Foto: Archiv Alabiso

Termin im Regierungspräsidium

Sperrung der A 5 Anschlussstelle Karlsruhe-Süd weiter umstritten

Ettlingen will ein Verkehrschaos durch die Sperrung der A 5-Anschlussstelle verhindern: Einen wichtigen Termin haben Ettlingens Bürgermeister Moritz Heidecker, Ordnungsamtsleiter Kristian Sitzler und Frank Gericke von Büro Modus Consult Karlsruhe am Freitag im Regierungspräsidium Karlsruhe. Im Baureferat Mitte wollen sie Ettlinger Überlegungen und Wünsche in Zusammenhang mit der geplanten Sperrung der Autobahn zwischen Anschlussstelle Karlsruhe-Süd und Rastatt-Nord vorbringen. Diese betrifft tausende Fahrzeuge am Tag, die sich andere Wege suchen müssen. Vor allem für Pendler dürfte es hart werden.

 Anschlussstelle Karlsruhe-Süd offen halten

Wie berichtet, wird die Fahrbahn auf dem zehn Kilometer langen A 5-Streckenabschnitt ab Mitte Juni saniert. Der Anschluss Karlsruhe-Süd soll während der mehrmonatigen Bauphase dicht gemacht werden. Dagegen regt sich im Rathaus Widerstand. So hält es Oberbürgermeister Johannes Arnold mit Blick auf den zu erwartenden Rückstau auf der B 3 ab dem Knotenpunkt Neumalsch für falsch, keine Auffahrt auf die A5 bei Karlsruhe-Süd mehr zu ermöglichen. Er plädiert statt dessen für „ offen halten“.

Ausweichstrecken sind B 36 und B 3

Rückendeckung erhält die Stadtverwaltung durch eine im Verwaltungsausschuss am Dienstagabend vorgestellte Analyse des Büros Modus Consult, das sich mit der Baustellenauswirkung befasst und Vorschläge unterbreitet hat. Diese wurden von den Stadträten einhellig begrüßt. Laut Frank Gericke wird Ettlingen mit dem Durchgangsverkehr „keine großen Probleme haben, wenn für Pendler die Ausweichstrecken B 36 und B 3 funktionieren“. Während erst genannte als ausreichend leistungsfähig gilt, schlägt Modus Consult für die B 3 Richtung Rastatt einige Veränderungen während der A5-Baustellenzeit vor.

B 3 / Seehof

Am Seehof soll von der Karlsruher Straße (also von Ettlingen her) eine zweite Linkababiegespur auf die B 3 eingerichtet werden, damit der Vekehr dort schneller abfließt. Die Knopfdruck ampel für Radfahrer entfällt. Sie müssen einige Monate vom Radweg Karlsruher Straße kurz vor der Aral-Tankstelle auf einen Wirtschaftsweg abbiegen, der über Kleingärten Richtung Karlsruhe führt.Über eine Beleuchtung dort wird sich Ettlingen noch Gedanken machen. Verlängerte Grünzeiten am Seehof kommen auch Rechtsabbiegern von Karlsruhe auf die B 3 zu Gute.

B 3 / Bulacher Straße

Hier denkt man daran, das Linksabbiegen von der B 3 auf die Bulacher Straße (und damit nach Ettlingen rein) zu verbieten, damit es auf der Bundesstraße nicht zum Rückstau kommt. Gleichzeitig soll für diejenigen Autofahrer, die von Karlsruhe-Süd auf der B 3 Richtung Ettlingen unterwegs sind und ins Zentrum wollen, die derzeit verengte Abbiegespur zur Bulacher Straße breiter gemacht werden. Die Geschwindigkeit soll auf 50 Stundenkilometer begrenzt werden, derzeit gilt dort 70.

B 3 / Landstraße

Am Knoten B 3 /Landstraße und damit dem Ortsausgang von Bruchhausen , wo man schon heute zu Stoßzeiten aufs Einbiegen in die Bundesstraße warten muss, soll während der Baustelle auf der A 5 eine Signalanlage aufgestellt werden. Auf die Weise will man den Verkehrsfluss dort zu verbessern.

B3 / Neumalsch

Neuralgischster Punkt auf der Strecke Ettlingen- Rastatt ist die beampelte Kreuzung Neumalsch, denn dort ist mit langen Rückstaus zu rechnen. Lösung aus Ettlinger Sicht: Die Anschluss-Stelle Karlsruhe-Süd offen halten. Sie müsse während der Bauarbeiten nicht zwingend gesperrt werden, Hier aber zeichnet sich (noch) keine Lösung mit dem Regierungspräsidium ab.