Die Brüder Frido und Bob wünschen sich in der Osterzeit ein neues Zuhause. Derzeit sind die vierjährigen Kaninchen noch im Ettlinger Tierheim untergebracht.
Die Brüder Frido und Bob wünschen sich in der Osterzeit ein neues Zuhause. Derzeit sind die vierjährigen Kaninchen noch im Ettlinger Tierheim untergebracht. | Foto: Werner Bentz

Absage von Pensionsplätzen

Wegen Corona hat das Ettlinger Tierheim weniger Einnahmen

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Corona geht auch am Ettlinger Tierheim nicht spurlos vorbei.  Bislang sind die Auswirkungen auf die tägliche Arbeit aber gering. So wurden bisher keine Tiere aus Angst vor einer Ansteckung abgegeben. Allerdings wurden die Pensionsplätze bis September abgesagt, was dem Heim weniger Einnahmen verschafft.

von unserem Mitarbeiter Werner Bentz

„Die Anfragen, ein Tier aufzunehmen, sind sogar gestiegen“, sagt Leiterin Angelique Schramm. „Wir hatten trotz Besucherstopp für eine Katze in zehn Tagen 30 Anfragen. Deshalb sammeln wir momentan die Anfragen und kontaktieren die Interessenten nach der Krise. Die Menschen haben halt jetzt Zeit, ob sie es nach der Pandemie noch für ein Tier haben, bleibt abzuwarten“, sagt Schramm nachdenklich. „Und Tiere von erkrankten Corona-Patienten mussten wir bis jetzt auch noch nicht aufnehmen“.

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So geht der Alltag im Tierheim weiter. Alle Tierpfleger sind gesund und durch die ausbleibenden Besucher und fehlende Einweisungen für ehrenamtliche Helfer und „Gassigeher“ haben die Tierpfleger sogar jetzt mehr Zeit für die Tiere.

Die bisherigen „Gassigeher“ kommen alle gerne und regelmäßig und sie haben alle eine Einweisung über Desinfektion und das Halten von Abstand bekommen. „Und Spenden gehen nach wie vor im Tierheim ein, darüber sind wir in diesen Zeiten sehr froh.“

Wenn keiner in Urlaub kann, bleiben die Tiere natürlich auch daheim.

Pascal Noller, Vorsitzender des Tierschutzvereins 

Allerdings wurden sämtliche Pensionsplätze seitens der Besitzer abgesagt, das sogar teilweise bis in den September. „Wenn keiner in Urlaub kann, bleiben die Tiere natürlich auch daheim“, ergänzt der Vorsitzende des Tierschutzvereins, Pascal Noller. „Das sind fehlende Einnahmen für uns, deshalb hoffen wir, dass unser Sommerfest am 18. und 19. Juli stattfinden kann“.

Das Tierheim möchte Zwergkaninchen-Brüder vermitteln

Auch der neue Besitzer der Tiere des Monats April muss sich bis nach der Krise gedulden. Frido und Bob sind handzahme Brüder der Rasse Zwergkaninchen-Löwenköpfchen. Sie sind im April 2016 geboren und die Besitzerin musste sich von den kindertauglichen Kaninchen trennen, da sie eine zunehmende Allergie entwickelte.

Sie sind beide kastriert, sehr lieb und lassen sich vorsichtig streicheln. Die beiden nehmen mit Begeisterung Frischfutter aus der Hand und sind auch sonst zwei muntere, aufgeweckte Kaninchen, die man nie mehr trennen sollte. Frido hat leider Zahnprobleme, die sich durch ein zu schnelles Wachstum seiner Schneidezähne äußern.

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Das Zwergkaninchen sollte vor allem viel Heu und Obstbaum- und Haselnuss-Äste zur Verfügung haben. Doch auch dann ist ein regelmäßiger Tierarztbesuch zum Zähneschneiden erforderlich, da Frido sonst das Fressen einstellt und Schmerzen hat. Für Frido und Bob wünscht sich das Tierheim ein ausreichend großes und artgerechtes Gehege. Über den Winter erst einmal im Innenbereich, im Sommer gerne im Außengehege.

Die Anfragen werden erst einmal gesammelt und nach den derzeitigen Einschränkungen nach persönlicher Absprache mit den Interessenten entschieden. Nähere Informationen gibt es beim Tierheimtelefon unter (0 72 43) 9 36 12.