Symbolischer Spatenstich bei Herrmann Ultraschall: In Ittersbach werden 15 Millionen Euro investiert. | Foto: Weber

Herrmann Ultraschall erweitert

15 Millionen Investition in Ittersbach

Von Gustl Weber

Millioneninvestition bei Herrmann Ultraschall in Ittersbach:  Das Familienunternehmen erweitert seine Produktionsfläche am Standort erheblich und lässt sich das 15 Millionen Euro Kosten.  Vom Kleinstbetrieb zum  Global-Player, so könnte man die Entwicklung des Ultraschall-Schweißspezialisten Hermann Ultraschall im Ittersbacher Industriegebiet „Stöckmälde“ umreißen. Seniorchef Walter Herrmann und seine Frau Ingeborg haben 1973 mit einem markanten Neubau den Stammsitz des heutigen Weltmarktführers in Ittersbach gegründet. Der Ursprung des Unternehmens reicht  zurück ins Jahr 1961. Damals baute  Walter Herrmann im Einfamilienhaus in Ötisheim und später in der Malerwerkstatt  seines  Onkels in Langensteinbach die ersten leistungsfähigen Maschinengeneratoren.

Erste Erweiterung schon 2000

Am  Stammsitz Ittersbach  erfolgte bereits im Jahr 2000 die erste Erweiterung  von Herrmann Ultraschall und 2008 ein weiterer Bauabschnitt  mit einer Gesamtbetriebsfläche von dann rund 9 500 Quadratmetern. Mit dem Spatenstich am Mittwoch für den  vierten Bauabschnitt setzt  das Unternehmen „einen weiteren Meilenstein“.  Die betonte  Juniorchef Thomas Herrmann. Seit zehn Jahren trägt er  als Vorsitzender der Geschäftsführung Verantwortung. Künftig stehen 17 000 Quadratmeter Fläche zu Verfügung. Die Bauzeit ist auf ein Jahr veranschlagt. Herrmann Ultraschall erwirtschaftet einen Jahresumsatz von 65 Millionen Euro.

Beispielhafte Innovation

Das Unternehmen Herrmann Ultraschall  hat sich durch beispielhafte Innovation und  zahlreiche Lösungen  rund um das Thema Ultraschallschweißtechnik für Kunststoffe zum  Weltmarktführer  entwickelt. Mit den Produkten lassen sich Kunststoffe verschweißen, Verpackungen verschließen oder Fließstoffe mehrlagig verbinden. Der Anwendungsbereich der Geräte des Unternehmens umfasst laut Thomas Herrmann Produkte von der Baby-Windel, dem Tetra-Pack, dem Playmobil-Elefanten oder der Maske für den Lackierer. Kunde ist zudem die Automobilindustrie.

Am Stammsitz 330 Mitarbeiter

Am Stammsitz in Ittersbach beschäftigt man rund 330 Mitarbeiter, nach Fertigstellung des Erweiterungsbaus sollen 100 weitere Arbeitsplätze entstehen. Hinzu kommen rund 70 Beschäftigte in den Zweigstellen in den USA, China und Japan. Gert Adler, stellvertretender Geschäftsführer der IHK Karlsruhe, bezeichnete Herrmann Ultraschall beim Spatenstich  als „Vorzeige-Mittelständler mit einem ganz besonderen, familiär geprägten Unternehmergeist“.

Wir sind stolz auf das Vorzeigeunternehmen

Solche  Firmen  seien das beste Aushängeschild der Technologie-Region Karlsruhe. „Wir sind sehr froh, dieses Vorzeigeunternehmen in Karlsbad zu haben“, sagte  Bürgermeister Jens Timm. Mit der erneuten Erweiterung der Betriebsstätte könne man auch von einer „wichtigen Standortsicherung“ in Ittersbach sprechen.