Werner Raab, bis 2016 für die CDU im Wahlkreis Ettlingen Landtagsabgeordneter, wird 70 Jahre alt. | Foto: Archiv hei

Spitzname „Allzweckwaffe“

Vollblutpolitiker Werner Raab 70 Jahre alt

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Werner Raab wird 70 Jahre alt –  der Christdemokrat war  acht Jahre Bürgermeister in Ettlingen und von 2004 bis 2016 für den Wahlkreis Ettlingen im Stuttgarter Landtag.

Während seiner acht Jahre im Rathaus Ettlingen, da hatte er den Spitznamen „Allzweckwaffe“. Und den hat er   eigentlich gern gehört,  charakterisiert er   den Jubilar Werner Raab doch  sehr gut: Immer zur Stelle, immer ein offenes Ohr, immer interessiert an den unterschiedlichsten kommunalpolitischen Themen und immer auch bereit, zu entscheiden.

Feier mit „Haus der offenen Tür“

Am heutigen Donnerstag  feiert der Christdemokrat seinen 70. Geburtstag – tagsüber mit „offenem Haus“ in seinem Heimatort Bruchsal und abends im Kreis von Familie und Freunden. Was er sich wünscht? Gesundheit, wie könnte es anders sein. Raab ist ein Vollblutpolitiker, im besten Sinne des Wortes. Verwaltungserfahrung im Landratsamt und in Stuttgarter Ministerien, acht Jahre Bürgermeister in Ettlingen und sodann zwei Legislaturperioden als Abgeordneter im Landtag.

Nachfolger seines Mentors Erwin Vetter

Da war er der Nachfolger seines Mentors Erwin Vetter, erreichte sowohl 2006 als auch 2011 veritable Ergebnisse für die Christdemokraten im Wahlkreis Ettlingen – jeweils 40 Prozent plus. Davon war die CDU 2016 dann  weit entfernt: Christine Neumann, die in Raabs Fußstapfen trat, schrammte mit gut 28 Prozent Stimmenanteil am Direktmandat vorbei, die  Grüne Barbara Saebel hatte die Nase vorn.

 Ich wäre noch gerne Bürgermeister

Fragt man Werner Raab, was er heute noch gerne wäre, dann kommt wie aus der Pistole geschossen „Bürgermeister“. An der kommunalpolitischen Basis habe er viel bewegen können, vor allem im sozialen Bereich. Der Kontakt zum Bürger sei nie mehr  so intensiv gewesen wie damals. Dennoch, so Raab rückblickend, „war es richtig, 2004 nicht mehr anzutreten“. Das Risiko, aufgrund neuer politischer Mehrheitsverhältnisse im Gemeinderat nicht mehr gewählt zu werden, „war mir einfach zu groß“. Die Herausforderung Landtag habe er sodann „gerne angenommen“, als Erwin Vetter sich dort zurückzog.

Engagement im VdK

Das Thema Sozialpolitik beschäftigt den umtriebigen Pensionär unverändert – als stellvertretender Landesvorsitzender des VdK und als Aufsichtsratsvorsitzender der VdK-Baugenossenschaft in Stuttgart. Die engagiert sich in punkto bezahlbarer Wohnraum für alte Menschen – ein, wie Raab sagt – „zunehmend dringlicheres Problem“.

In Ettlingen  immer mal wieder präsent

In Ettlingen sieht man den vormaligen Bürgermeister und amtierenden CDU-Stadtverbandsvorsitzenden immer noch regelmäßig bei Veranstaltungen: Sei‘s beim Förderverein sicherer südlicher Landkreis, dessen Chef er ist, sei‘s im Aufsichtsrat der Caritas, sei‘s – eher gesellig – beim Faschingsverein Moschdschelle, wo er die Ehrenmitgliedschaft hat. Die CDU Ettlingen gratuliert dem Geburtstagskind gemeinsam mit den Moschdschelle am 30. Juni bei einem Empfang im örtlichen Kasino.