Der Kreuzelberg, Ettlingens "Hausberg" , soll keine Vorrangzone für Windkraft werden. Das will die Mehrheit des Gemeinderats so. | Foto: Archiv

Ablehnung aus Ettlingen

Gegen Windkraft auf dem Kreuzelberg

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Die Stadt Ettlingen wird in der Versammlung des Nachbarschaftsverbandes Karlsruhe (NVK) kommende Woche eine ablehnende Stellungnahme zur Windkraft auf dem Kreuzelberg abgeben. Das ist der mehrheitliche Auftrag aus dem Gemeinderat.

Meinungen zur Windkraft geteilt

Grüne, Freie Wähler, Teile der SPD und ein Vertreter von  Für Ettlingen  positionierten sich pro Windkraft. Die CDU, die Mehrheit von FE und die FDP blieben bei ihrem „Nein“ aus der Vorberatung und folgten damit dem Vorschlag der Verwaltung.

Artenschutz versus Klimaschutz

Auch erging der Auftrag ans Rathaus, „alle rechtlich möglichen Maßnahmen zu prüfen“, um gegen einen jüngst erfolgten Beschluss des Regierungspräsidiums Karlsruhe in Sachen Kreuzelberg vorzugehen. Das RP hatte als obere Naturschutzbehörde im Konflikt Artenschutz (Bedrohung des Rotmilan durch Windkraftanlagen) gegen Klimaschutz (Energiewende durch Windkraft) letzt genannten höher angesiedelt und somit eine Ausnahmegenehmigung für den Kreuzelberg erteilt.

Rat über Naturschutzbehörde verärgert

Das bedeutet: Trotz artenschutzrechtlichem Konfliktpotenzial bleibt der Ettlinger „Hausberg“ potenzieller Standort für Windkraft im Teilflächennutzungsplan Windenergie. Das will die darüber verärgerte Ratsmehrheit so nicht akzeptieren und daher die juristischen Schritte dagegen geprüft wissen. Ziel: Den Kreuzelberg als mögliches Windenergiegebiet dauerhaft  verhindern.

Verschandelung des Stadtbildes?

In der Sitzung des Gemeinderats waren die Standpunkte einmal mehr verhärtet, . Windenergiebefürworter sehen die Kommunen gefordert, ihren Beitrag zur Energiewende zu leisten. Gegner führen den Artenschutz und die Verschandelung des historischen Ettlinger  Stadtbildes an.

CDU: Mehr Abstand von Wohnbebauung

Erfolg hatte die CDU mit einem zusätzlichen Antrag, wonach ein Abstand von 1 500 Metern zwischen Windanlagen und Bebauung einzuhalten sei und kein geringerer. Ob je eine Windkraftanlage  auf dem Kreuzelberg gebaut wird, ist völlig offen. Denn die Stadt ist Eigentümer des Waldgeländes und kann  den Bau auf die Weise verhindern.