Idyllisch steht die Therme bad herrenalb auf der Schweizer Wiese am Stadteingang der Kurstadt. | Foto: Touristik BH

Öffentlicher Stammtisch

Zukunft der Therme in Bad Herrenalb ist ungewiss

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Mit der Zukunft der Therme in Bad Herrenalb will sich ein öffentlicher Stammtisch am Montag, 12. Dezember, 19.30 Uhr im Restaurant „Zum alten Schweden“ im Dobeltal befassen.  Denn die Badeeinrichtung fährt  aktuell zusammen mit dem Freibad  einen jährlichen Verlust von mehr als einer Million Euro ein. Wenn nicht eine Kehrtwende vollzogen wird, steht die Kurstadt finanziell am Abgrund.

Therme fährt hohen Verlust ein

Der Gesellschaftervertrag des Unternehmens Stadtwerke Herrenalb sieht  die Stadt Herrenalb in der Pflicht, dieses Defizit zu tragen. Teilweise ist die Stadt Bad Herrenalb in der Vergangenheit dieser Pflicht nachgekommen. Aber es wird immer schwieriger das Geld von einem Haushalt in den anderen zu schieben. Der Spielraum des 18-Millionen-Euro umfassenden Verwaltungshaushalts aus dem das Geld für die Stadtwerke kommt, wird stark einschränkt.

Suche nach Investor für Zukunft der Therme

In der Stadtwerkebilanz steht ein kräftiges Minus zu Buche. Das muss  eigentlich vom Mehrheitsgesellschafter Stadt Bad Herrenalb beglichen werden. Aber die Stadt kann das Geld nur schwer aufbringen. Es gibt Mitglieder des Gemeinderats die befürchten, wenn nicht endlich ein Investor für die sanierungsbedürftige Therme gefunden wird, am Ende nur ein Abbruch des Bades stehen könne. Tenor: Bürgermeister und Gemeinderat dürfen mit einer Grundsatzentscheidung zur Zukunft des Bades nicht länger warten. Die Entscheidung immer wieder hinauszuzögern, obwohl die betriebswirtschaftlichen Daten eindeutig seien, bringe die Stadt mehr und mehr in die Bredouille. Zuletzt sei sich der Gemeinderat einig gewesen, noch vor der Sommerpause 2016 eine Entscheidung zu treffen, dann im Herbst oder zumindest vor Weihnachten. Jetzt wären Gemeinderäte, die Sorgen um die finanzielle Zukunft haben, glücklich, wenn der Gemeinderat bis spätestens im Januar 2017 einen unverrückbaren Zeitplan zu den anstehenden Entscheidungen verabschieden würde. Es gehe beispielsweise darum, ob man städtisches Vermögen, sprich potenzielle Wohnbauflächen, als Kompensation für private Investitionen in das Bad anbieten könne, um ein riskantes finanzielles Engagement für den Erhalt des Bades in der Kurstadt schmackhaft  zu machen.

Wohnbauflächen als Ausgleich für Investitionsrisiko?

Der öffentliche Stammtisch am Montag soll die Bürger über die wirkliche betriebswirtschaftliche Situation „aufklären“ und gleichzeitig Meinungen unter der Überschrift einholen „Was ist uns die Therme wert?“. Besonders angesprochen sind die Betreiber von Gaststätten, Hotels und Handwerksbetrieben, um über die gesamtwirtschaftlich Bedeutung der Siebentälertherme für Herrenalb zu diskutieren. Letzlich geht es um die Zukunft der Therme.