Im Schulhof des Goethe-Gymnasiums finden offenbar regelmäßig Saufgelage statt. | Foto: Kocher

Müll im Gaggenauer Stadtpark

Anwohner verdächtigen Abiturienten

Die (inoffizielle) Abifeier am Gaggenauer Goethe-Gymnasium hat kein Nachspiel. Nachdem sich Anwohner über die Vermüllung des Stadtparks geärgert hatten, nimmt der stellvertretende Rektor Bernhard Krabbe seine Schüler in Schutz. Zwar könne er nicht garantieren, dass die Abiturienten den Müll – hauptsächlich Plastikbecher und zerbrochene Alkoholflaschen – hinterlassen haben, er halte dies allerdings für „sehr unwahrscheinlich“.

Abiturienten organisieren Party

Die Schüler hätten sich nach Aussage eines Lehrerkollegen – Krabbe selbst war nicht auf der Party – vorbildlich benommen und friedlich gefeiert. Es handele sich um keine offizielle Schulveranstaltung, die Feier sei von den Abiturienten in Kooperation mit der Stadtverwaltung organisiert worden. Die Schulleitung habe allerdings im Vorfeld verschiedene Maßnahmen durchgesetzt, die Auswüchse wie im Vorjahr verhindern sollten. So wurde die Zahl der zugelassenen Gäste von 2 000 auf 1 000 reduziert und das „Flatrate“-Trinken untersagt. Ferner galt: Wer den Partybereich im Schulhof verlässt, durfte nicht wieder zurück – dafür sorgte die Security. 2017 war es zu Handgreiflichkeiten, verschmutzten Vorgärten und Ruhestörung gekommen.

Auf Facebook machen Gaggenauer Bürger ihrem Unmut über den Müll im Stadtpark Luft. Viele von ihnen haben die Abiturienten im Verdacht. | Foto: Screenshot

Diesmal hat Krabbe eine andere Gruppe im Verdacht. An Wochenenden, erklärt er, fänden regelmäßig Saufgelage von jungen Leuten statt, deren Müll häufig montags auf dem Schulhof gefunden werde. Diese Gruppe, laut Krabbe handelt es sich nicht um Schüler des Goethe-Gymnasiums, sei wohl durch die Abifeier vertrieben worden und sei in den Stadtpark ausgewichen.

Unmut entlädt sich im Netz

Auf Facebook hatten sich zahlreiche Anwohner über den Müll beschwert (siehe Screenshot). Eine Frau hatte Krabbe nach dessen Aussage angeschrieben, auch, weil sie hatte erreichen wollen, dass die Abiturienten zum Aufräumen verdonnert werden. Krabbe lehnt dies ab, da es „keine Hinweise auf ein Fehlverhalten der Schüler“ gebe.