Wird nun doch früher barrierefrei: Das Bahnhofsgebäude soll jetzt parallel zu den Gleisanlagen saniert werden. | Foto: Kraft

Rastatt

Bahnhofsgebäude wird früher barrierefrei

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Die Bahn will das Bahnhofsgebäude des Rastatter Bahnhofs nun doch barrierefrei ausbauen und nicht erst nach dem Abschluss der Sanierung der Bahnsteige damit beginnen. Dies teilt der Rastatter CDU-Bundestagsabgeordnete Kai Whittaker mit.

Bahn wollte die Vorhaben zuerst voneinander trennen

Bei der jüngsten Informationsveranstaltung der Bahn zu den Sanierungsplänen des maroden Bahnhofs im September hieß es plötzlich, dass lediglich die Bahnsteige von dem Umbau betroffen seien, nicht aber das ebenfalls für alte und behinderte Menschen schwer zugängliche Bahnhofsgebäude. „Wir müssen das entkoppeln, dazu sind wir verpflichtet“, erklärte ein Bahnvertreter den erstaunten Anwesenden damals.

Knoth: „Das ist eine schöne Nachricht“

„Auch wir waren von dieser Ankündigung ein wenig überrascht“, formuliert es die städtische Pressestelle vorsichtig. Entsprechend erfreut ist die Verwaltung von den Neuigkeiten. „Das ist eine schöne Nachricht“, erklärt Bürgermeister Raphael Knoth gegenüber den BNN. „Die Stadt war immer sehr daran interessiert, dass der gesamte Bahnhof barrierefrei wird.“

Umbau der Bahnsteige soll 2020 beginnen

Ob die zusätzliche Sanierung des Bahnhofsgebäudes Auswirkungen auf den Zeitplan haben wird, war gestern bis Redaktionsschluss bei der Bahn nicht mehr zu erfahren. Die aktuellen Planungen sahen vor, dass der Umbau der Bahnsteige im Jahr 2020 beginnen soll. Da dies im laufende Zugbetrieb geschieht, kann der Steg, der den barrierefreien Zugang zu den Bahnsteigen ermöglichen soll, erst danach gebaut werden. Er steht voraussichtlich Ende 2023. Mitte der 2020er will die Stadt dann auch den Umbau des Bahnhofsvorplatzes angehen.