Strebt seine vierte Amtszeit in Weisenbach im Murgtal an: Bürgermeister Toni Huber verkündet beim Neujahrsempfang der Gemeinde seine Kandidatur für die Bürgermeisterwahl im Herbst. | Foto: Keller

In Weisenbach

Bürgermeister Huber kündigt erneute Kandidatur an

Von Georg Keller

Für kommunalpolitische Beobachter war es keine Überraschung: Beim Neujahrsempfang der Gemeinde Weisenbach hat Bürgermeister Toni Huber seine Kandidatur für eine weitere Amtsperiode angekündigt. Es wäre – und ernstliche Zweifel an einer Wiederwahl dürfte in Weisenbach niemand hegen – seine vierte Amtszeit. „Es bleibt auch in der Zukunft viel zu tun“, schloss der 52-Jährige seine Rede, „gerne möchte ich daran weiter mitarbeiten“.

Mit 29 Jahren ins Amt gewählt

Der aus Forst bei Bruchsal stammende Toni Huber war im November 1993 im Alter von 29 Jahren im zweiten Wahlgang erstmals zum Weisenbacher Bürgermeister gewählt worden und trat am 16. Dezember 1993 die Nachfolge von Gerhard Feißt an, der nach drei Amtszeiten nicht mehr kandidiert hatte. Bei den Wiederwahlen 2001 und 2009 war Huber ohne Gegenkandidat.

Flüchtlingsunterbringung als Herausforderung

Vor dem Hintergrund täglicher Meldungen von Krieg und Terror auf der Welt ging der Bürgermeister auf die Auswirkungen auf Deutschland ein. Die Folgen zeigten sich schon ab Mitte 2015 durch den großen Flüchtlingsstrom: „Noch vor einem Jahr wussten wir im Landkreis und in den Städten und Gemeinden nicht, wie wir diese ständig steigende Zahl an Flüchtlingen noch unterbringen können.“ Mittlerweile sei die Zahl der ankommenden Flüchtlinge deutlich zurückgegangen. Wirtschaftlich stehe die Bundesrepublik gut da, während sich viele europäische Länder noch nicht von der Finanz- und Wirtschaftskrise 2007/2008 erholt haben.

Millionenschwere Investitionen

„Die positive Stimmung auf dem Arbeitsmarkt, die guten Wirtschaftsdaten und damit verbunden die steigenden Steuereinnahmen haben wir auch in Weisenbach deutlich gespürt“, betonte Huber. „So ist es uns gelungen, in den letzten sechs Jahren rund 7,5 Millionen Euro in die Infrastruktur der Gemeinde zu investieren.“

Geld für das Freibad geplant

Neben der Sanierung von Gemeindestraßen und der Murgbrücke konnten die Wendelinuskapelle und die Sporthalle renoviert werden. Rund 220 000 Euro wurden in die Johann-Belzer-Schule investiert. Aktuell läuft der Ausbau der Kinderkrippe im Kindergarten St. Christophorus (380 000 Euro).
Die Sanierung der Weinbergstraße schlägt mit 2,8 Millionen Euro zu Buche, Ende März soll mit dem zweiten Bauabschnitt begonnen werden. Weiterhin ist 2017 die dritte Sanierungsstufe im Latschigbad (500 000 Euro) vorgesehen. Huber: „Sobald wir uns sicher sind, dass sich die Sanierung der Weinbergstraße auf gutem Weg befindet und finanziell verkraftet ist, werden wir mit dem Gemeinderat die Prioritäten für die nächsten Jahre festlegen.“

Bürgerstiftung startet Projekte

Erste Projekte der jüngst gegründeten Bürgerstiftung Weisenbach werden ein Defibrillator am Zimmerplatz sowie eine E-Ladestation sein, blickte Huber voraus. Musikalisch gestaltet wurde der Neujahrsempfang vom Projekt-Jugendchor unter Claudia Mnich.