Das architektonische Glanzstück der Carl-Benz-Schule Gaggenau, das Glasdach aus den 80er-Jahren, ist jetzt undicht. Das Problem wurde von Schulleiter Volker Bachura (links, stehend) bei der Schulbereisung des Kreistags aufgezeigt. | Foto: Mandic

Schulbereisung des Kreistags

Das Glasdach der Carl-Benz-Schule in Gaggenau ist undicht

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Architektonisch war der Bau des Glashauses in der Carl-Benz-Schule (CBS) Gaggenau Ende der 80er- Jahre der große Wurf. Auch heute noch verfehlt die Konstruktion optisch ihre Wirkung nicht – allerdings hat sie inzwischen unerwünschte „Nebenwirkungen“: Nach rund 30 Jahren ist das Glasdach an vielen Stellen undicht geworden, die Seitenwände weisen bereits Regenablaufspuren auf. Und bei stärkerem Regen werden auf dem Flur auch schon mal Eimer aufgestellt.

Das Problem wurde  bei der Schulbereisung des Rastatter Kreistagsausschusses für Schulen und Kultur dargestellt. Landrat Jürgen Bäuerle sicherte zu, dass man sich im Landratsamt um das Thema kümmern werde. Schulbereisung – das bedeutet, der Ausschuss besucht an einem Tag unmittelbar hintereinander vier kreiseigene Schulen in Gaggenau und Gernsbach. Vor der Carl-Benz-Schule stand die Visite der Außenstelle der Ludwig Guttmann-Schule im Bad Rotenfelser Schulzentrum Dachgrub an: Sie ist mit knapp drei Jahren noch eine recht junge Schule und kooperiert mit der Erich Kästner-Schule und weiteren schulischen „Nachbarn“ in der Dachgrub. Beim Rundgang der Ausschussmitglieder standen die besonderen Raumkonzepte der Ludwig Guttmann-Schule aufgrund ihres Förderschwerpunkts im Mittelpunkt. Auch die Nutzung und Weiterentwicklung des Außengeländes war ein Thema.

„Fünf-Fahnen-Konzept“

Von Bad Rotenfels ging es zur CBS in die Gaggenauer Innenstadt. Schulleiter Volker Bachura wies zunächst auf die E-Tankstelle im Schulhof hin, die – im Jahr 2011 errichtet – damals zu den ersten in der Region zählte und sich heute großer Beliebtheit erfreut. Überhaupt ist Mobilität (und damit auch E-Mobilität) eines von fünf Schwerpunktthemen der Berufsschule, anschaulich dargestellt im „Fünf-Fahnen-Konzept“; die anderen vier sind die Digitalisierung mit Industrie 4.0, die Auslandsaktivitäten der Schule, das projekthafte Lernen sowie das Lernen 4.0.

Landrat: „Schule ist prächtig aufgestellt“

Beim Rundgang in der Kreisschule wurden auf Probleme mit dem Sonnenschutz verwiesen und die Neuanschaffungen in den verschiedenen Werkstätten vorgestellt. Betont wurde, dass die neuen Medien inzwischen auch in die Werkstätten Einzug gehalten haben. Landrat Jürgen Bäuerle sah die innovative Schule „prächtig aufgestellt“, er hob auch die Zusammenarbeit mit der finnischen Partnerstadt Vantaa hervor.

Kostenschätzung: Bis zu 850000 Euro

Der Wermutstropfen sind aber die eindringenden (Regen)Tropfen: Erste grobe Kostenschätzungen bewegen sich zwischen rund 200 000 Euro (für die kleine Lösung mit Erneuerung der Dichtungen) bis hin zu 850 000 Euro im Falle einer großen Lösung, falls der Austausch der Verglasung in eine energetische Sanierung eingebettet werden würde.