Leihen und losfahren: Der Weisenbacher Gemeinderat hat am Donnerstag einem neuen Carsharing-Angebot seinen Segen gegeben. Vor der Sitzung testen Interessierte zwei Fahrzeuge, die die Calwer Betreiberfirma „deer GmbH“ anbietet.
Leihen und losfahren: Der Weisenbacher Gemeinderat hat am Donnerstag einem neuen Carsharing-Angebot seinen Segen gegeben. Vor der Sitzung testen Interessierte zwei Fahrzeuge, die die Calwer Betreiberfirma „deer GmbH“ anbietet. | Foto: Götz

Verkehr

Entscheidung im Gemeinderat: In Weisenbach ist bald Carsharing mit E-Autos möglich

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Elektro-Auto buchen, abholen und losfahren: Das ist dank dem Netzwerk „RegioEnergie“ und der Calwer Firma „deer GmbH“ bald in Weisenbach möglich. Die Gemeinde wird ebenso wie Kuppenheim Teil des firmeneigenen Carsharing-Netzes.

Dieses umfasst rund 60 Standorte von Böblingen bis Bad Herrenalb. Die Firma richtet mit dem Segen der Verwaltung und des Gemeinderats eine Fahrzeug-Station am katholischen Gemeindehaus ein. Dort hat die Firma W-Quadrat im Jahr 2017 mit Zuschüssen der Gemeinde und der Bürgerstiftung eine Ladestation für Elektroautos und E-Bikes eingerichtet. Die Ladesäule wird Weisenbachern weiterhin zur Verfügung stehen.

Ab wann es dort auch Leihfahrzeuge gibt und wie viele es sein werden, stimmen die Beteiligten noch ab. Als Fahrzeugtypen sind Fünfsitzer von Renault und VW im Gespräch. Interessierte konnten beide am Donnerstag vor der Ratssitzung Probe fahren.

Laut Unternehmensvertreterin Christina Seifert kann der Betrieb organisatorisch gesehen innerhalb weniger Wochen losgehen. Das Rathaus strebt einen Start im Frühjahr an, tritt jedoch in erster Linie als Vermittler zwischen den Firmen W-Quadrat und deer auf.

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Kosten: 6,50 Euro für eine Stunde

Wer das Angebot künftig nutzen will, kann sich online registrieren und die Autos buchen. Sowohl Einzelfahrten in andere Kommunen als auch Hin- und Rückfahrten sind möglich. Eine Stunde kostet 6,50 Euro, der maximale Tagessatz liegt bei 39,90 Euro.

Im Gemeinderat waren vor allem Detailfragen Thema. Wie kommt das Fahrzeug bei einfachen Fahrten zurück nach Weisenbach? Wie müssen Kunden planen und buchen, damit sie wieder nach Hause kommen? Was tun, wenn die Ladestation oder der Parkplatz belegt ist? Können Kunden auch an Ladesäulen aufladen, die nicht zum deer-Netz gehören?

Christina Seiferts Antworten lassen sich kurz zusammenfassen: Alles kein Problem, im Zweifel helfen Service-Mitarbeiter.

RegioEnergie
Die Gemeinde Weisenbach ist Mitglied des Netzwerks „RegioEnergie“. Dieses besteht aus elf Kommunen und setzt sich auf lokaler Ebene für Klimaschutz und Elektromobilität ein. Die Firma „deer“ ist ein Partner des Netzwerks.