Als die Feuerwehr am Donnerstagabend am Brandort eintraf, stand die frühere Diskothek bereits in hellen Flammen. | Foto: Bracht

In Gaggenau

Ex-Diskothek wird ein Raub der Flammen

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Am Donnerstagabend ist die frühere Diskothek „King’s Club“, nahe der B 462 am einstigen Bad Rotenfelser Freibad ein Raub der Flammen geworden. Die Feuerwehr Gaggenau war mit einem Großaufgebot von 90 Einsatzkräften aus verschiedenen Abteilungen vor Ort. Die Brandursache steht noch nicht fest, die Kriminalpolizei mit der Spurensicherung hat am Freitag, nach dem Abkühlen der letzten Brandnester, ihre Arbeit vor Ort aufgenommen. Ein Feuerwehrmann verletzte sich im Einsatz leicht.

War es Brandstiftung?

Spekuliert wird nun über Brandstiftung, das Gebäude steht seit vielen Jahren leer und war in der jüngeren Zeit auch Opfer von Vandalen geworden. Ein technischer Defekt dürfte ausscheiden, da der Strom längst abgeschaltet war. Der jetzt entstandene Sachschaden wurde nach einer ersten Schätzung auf eine Summe zwischen 100 000 bis 150 000 Euro geschätzt.

Meterhohe Flammen

Um 19.14 Uhr am Donnerstagabend ging der Notruf bei der Wehr ein, gemeldet wurde eine starke Rauchentwicklung aus einem leer stehenden Gebäude in der Badstraße. Beim Eintreffen der Rettungskräfte stand die ehemalige Diskothek bereits in hellen Flammen. Meterhohe Flammen schlugen aus dem Dach des leer stehenden Gebäudes, welches zuletzt als Diskothek betrieben wurde. Der Innenraum brannte komplett aus.

Dach stürzte ein

Die Feuerwehr baute zur Brandbekämpfung mehrere Wasserleitungen für die Wasserförderung von der Rothermaquerspange und dem Rotherma aus auf. Um dies schnell umzusetzen, wurden die Abteilungen Hörden und Ottenau nachalarmiert. Zusätzlich benötigte man Atemschutzgeräteträger. Ein eingerichteter Atemschutzsammelplatz hat sich hierbei laut Feuerwehr bewährt, die Einsatzleitung hatte die Lage schnell im Griff.

 

 

Der Innenbereich der früheren Diskothek ist durch das Feuer komplett zerstört worden. | Foto: Mandic

Nach rund einer Stunde Löscharbeiten war das Feuer gebändigt. Allerdings mussten noch umfangreiche Nachlöscharbeiten durchgeführt werden. Das Gebäude, bei dem das Dach einstürzte, musste sehr vorsichtig betreten werden, da immer wieder Teile der Dachkonstruktion herabstürzten.

Brandwache in der Nacht

Die Feuerwehr hatte um 21.45 Uhr den Brand gelöscht. Eine Brandwache wurde in der Nacht eingerichtet, kleinere Feuer flammten in der Nacht immer wieder auf. Nach rund vier Stunden konnten die Abteilungen Hörden, Ottenau und Kernstadt abgezogen werden. Die Abteilung Bad Rotenfels blieb vor Ort und stellte eine Brandwache. Während der Löscharbeiten mussten die Rotherma-Querspange, der Rotherma-Kreisel der B 462 sowie die Abfahrt „Gaggenau West“ voll gesperrt werden. Oberbürgermeister Christof Florus und Bürgermeister Michael Pfeiffer waren vor Ort.

Großaufgebot der Feuerwehr

Rund 90 Feuerwehrangehörige der Abteilungen Gaggenau Kernstadt, Bad Rotenfels, Ottenau und Hörden waren mit 21 Fahrzeugen vor Ort unter der Leitung des leitenden Hauptbrandmeisters Dieter Spannagel. An der Brandstelle waren auch ein Notarzt, ein Rettungswagen und die DRK-Bereitschaft Gaggenau.
Ein Feuerwehrmann wurde leicht verletzt und zur Behandlung in ein Krankenhaus eingeliefert.  Am Einsatzort waren auch Mitarbeiter der Stadtwerke Gaggenau.