Leerstand beendet: Ein Gernsbacher Ehepaar eröffnet im einstigen „Glasshouse“ das Restaurant „Spritz“. Dort soll es vornehmlich mediterrane Speisen geben. | Foto: Körner

Neues Restaurant in Gaggenau

Frischer Wind im früheren „Glasshouse“

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Fünf Monate stand es leer, nun soll das ehemalige „Glasshouse“ in Gaggenau wiederöffnet werden. Unter dem Namen „Spritz“ will das Ehepaar Mirko Ambrosio und Mary Pirracchio, bislang in der „Casa Rustica“ in Hörden beschäftigt, eine mediterrane Küche anbieten. Am 10. Juli, soll es losgehen – mit verlängerten Öffnungszeiten.

Verlängerte Öffnungszeiten

Täglich soll das „Spritz“ um 9 Uhr zum Frühstück öffnen, abends bis Mitternacht, freitags und samstags sogar bis 2 Uhr. Mary Pirracchio, die das Restaurant leiten wird, verspricht: „An Wochentagen wird es eine warme Küche bis 23 Uhr, am Wochenende bis 1 Uhr geben“. Die Sizilianerin und ihr Mann wollen die reizvoll an der Murg gelegene Gaststätte wiederbeleben – und haben sich dabei einiges vorgenommen. Während Pirracchio die Leitung des „Spritz“, benannt nach dem gleichnamigen Aperitif, übernimmt, fährt Ambrosio zweigleisig. Er bleibt Koch in der „Casa Rustica“ und teilt sich im eigenen Restaurant künftig die Küche mit einem weiteren Koch.

Mediterrane Küche

Man wolle großen Wert auf Qualität und Gastfreundschaft legen, kündigt Pirracchio an: „Die Menschen sollen sich bei uns wie Zuhause fühlen“, sagt sie. Mit hochwertigen Zutaten werde man eine mediterrane Küche anbieten. Italienische und spanische Gerichte werden ebenso auf der Speisekarte stehen wie Hamburger mit selbst gebackenen Brötchen.

Standort mit Potenzial

Dem Gernsbacher Ehepaar war das ehemalige „Glasshouse“ in den vergangenen Monaten durch seine Schließung aufgefallen. Man habe sich gefragt, erklärt Pirracchio, „weshalb dieses schöne Gebäude leer steht“. Der Standort an der nördlichen Hauptstraße biete großes Potenzial. Angst, ihr Mann und sie könnten sich übernehmen, hat Pirracchio nicht: „Wir sind jung, arbeiten gerne und haben jede Menge Power“, sagt sie lachend. Wenn nichts mehr dazwischen kommt, will das Ehepaar das „Spritz“ am 10. Juli eröffnen.

„Glasshouse“ fehlen Gäste

Das Gebäude hat einen besonderen Status in der Stadt: Das Restaurant, das architektonisch markant in das Murgvorland hineinragt, war der letzte große Baustein der auf viele Jahre angelegten und millionenschweren städtischen Sanierungsmaßnahme „Gaggenau-Innenstadt Nord“, zu der auch der Bau des Murgtal-Centers oder die Umgestaltung von Bahnhofsplatz und unterer Hauptstraße zählten. Ein Restaurant/Café sollte zusammen mit dem gegenüber liegenden Murgtal-Center für mehr Aufenthaltsqualität sorgen und das Quartier rund um die untere Hauptstraße deutlich beleben. Was freilich nur dann gelingen kann, wenn der Gastrobetrieb auch viele Gäste begrüßen kann – nach den Sommermonaten, in denen die Terrasse genutzt werden konnte, sollen die Zahlen aber regelrecht eingebrochen sein.