Trickbetrüger
Eine ältere Frau telefoniert mit einem schnurlosen Festnetztelefon. | Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Symbolbild

Fünfstelliger Schaden

Falsche Polizeibeamte ergaunern von Gaggenauer Seniorin Geld und Wertsachen

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Eine Seniorin in Gaggenau ist am Donnerstagabend auf den betrügerischen Anruf eines falschen Polizeibeamten hereingefallen. Die Frau muss nun einen Verlust von Geld und Wertsachen im fünfstelligen Bereich verkraften.

Gegen 21.30 Uhr rief der vermeintliche Beamte des Landeskriminalamtes bei der Frau an, heißt es von der Polizei. Er habe der Frau „die übliche Geschichte“ geschildert: Zwei Einbrecher wurden festgenommen, diese hatten auch einen Zettel mit der Wohnanschrift der Angerufenen bei sich.

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Um seine Glaubhaftigkeit zu untermauern übergab der falsche Polizist das Gespräch an seine vermeintliche Vorgesetzte. Auch diese bestätigte den angeblichen Sachverhalt. Weil auch eine örtliche Bank darin verwickelt sei, sollte das Bargeld der Frau durch ein mobiles Labor des Landeskriminalamtes überprüft werden.

Um aufgrund der aktuellen Corona-Lage den Kontakt zu vermeiden, sollte die Frau das Geld in einer Tüte vor das Haus legen. Wie aufgefordert, platzierte die Seniorin ihr Bargeld und weitere Wertsachen vor die Türe und bemerkte später, das es spurlos verschwunden war.

Die Beamten der Kriminalpolizei haben die Ermittlungen aufgenommen.

Polizei gibt Hinweise zum Betrug durch falsche Beamte

Die Polizei weist in ihrer Mitteilung einmal mehr darauf hin:

Die echte Polizei fordert demnach niemals Bargeld, Überweisungen oder Wertgegenstände von Bürgern, um Ermittlungen durchzuführen oder deren Vermögen zu schützen.

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Betroffene sollen nie die am Telefon angezeigte Nummer zurückrufen, sondern beim Notruf 110 nachfragen. Die Angerufenen sollen demnach einfach den Telefonhörer auflegen, sobald der Gesprächspartner Geld von ihnen fordert.

Sie sollen keine Details zu ihren familiären oder finanziellen Verhältnissen preisgeben, heißt es weiter. Und niemals Geld an unbekannte Personen übergeben. Wenn ein Anruf verdächtig vorkommt, sollen Betroffene die Polizei unter der Notrufnummer 110 informieren.

ots