Nächste Vollsperrung: Ab Donnerstag wird auf der B462 zwischen dem Gernsbacher Tunnel und dem Bahnübergang Talstraße neuer Asphalt eingesetzt. | Foto: Collet

Erneute Vollsperrung der B462

Geduldsprobe für Verkehrsteilnehmer

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Noch ein letztes Mal müssen Verkehrsteilnehmer im Murgtal in dieser Woche Geduld mitbringen: Von Donnerstag, 22. November, 21 Uhr, bis Montag, 26. November, 5 Uhr, wird die B462 voll gesperrt. Grund ist einmal mehr die Sanierung der Bundesstraße zwischen Gernsbach und Hilpertsau, die mittlerweile mehr als ein Jahr länger dauert als ursprünglich geplant. Diesmal betroffen ist der Abschnitt zwischen dem Tunnel Gernsbach und der Kreuzung am Bahnübergang Talstraße. Dort wird ein neuer Asphalt eingebaut. Nach Angaben des Regierungspräsidiums (RP) Karlsruhe ist die Sanierung, in die der Bund rund drei Millionen Euro investiert, damit beendet. Ab dem 26. November soll die Bundesstraße wieder vollständig befahrbar sein.

Umleitungen ausgeschildert

Die Umleitungen werden laut RP großräumig ausgeschildert und verlaufen über die L78 und L79 ab Gernsbach beziehungsweise Forbach. Seit Juli 2017 laufen die Arbeiten zur Erneuerung der Fahrbahndecke an der B462 zwischen Gernsbach und Hilpertsau auf einer Gesamtlänge von rund 2,9 Kilometern. Nach Abschluss der Arbeiten im letzten Bauabschnitt werden zwischen dem Knotenpunkt B462/L76b und dem südlichen Tunnelportal in Gernsbach die Fahrbahn und die Straßenentwässerung in weiten Teilen grundhaft erneuert sein.

Verkehrsteilnehmer weichen aus

Die Gesamtbaumaßmahme wurde in drei Abschnitte mit jeweils mehreren Bauphasen unterteilt. Zum Auftragen der frischen Asphaltschicht waren bereits mehrere Vollsperrungen notwendig, die das Regierungspräsidium mit Rücksicht auf die Pendler im hinteren Murgtal am Wochenende einrichten ließ. Dennoch kam es wiederholt zu längeren Staus, auch bei der einseitigen Sperrung während der Arbeiten unter der Woche.

Parkverbote auf der Umleitungsstrecke:
Aufgrund der Vollsperrung der B462 vom 22. November bis 26. November werden auf Anordnung des Regierungspräsidiums auf der Umleitungsstrecke entlang der Schlossstraße sowie der Klingelstraße zusätzliche Parkverbote eingerichtet, um den Verkehrsfluss während der Sperrungszeiten zu gewährleisten. Dies teilt die Stadtverwaltung mit. Entlang der Schlossstraße wird eine etwa 50 Meter lange Parkverbotszone eingerichtet; entlang der Klingelstraße werden sechs Buchten eingerichtet, die mit jeweils 40 Metern Länge Ausweichmöglichkeiten bieten.

Ortskundige Verkehrsteilnehmer nutzten bei der letzten Vollsperrung Ende Oktober Schleichwege und umgingen so das Verkehrschaos auf der Bundesstraße. Die Anwohner dürften darüber wenig erfreut gewesen sein. Etwa in der Schlossstraße und der Obertsroter Landstraße kam es zu deutlich mehr Verkehr – und damit Lärm – als üblich. Auch die Einwohner von Scheuern und Obertsrot-Siedlung waren davon betroffen.

Deutliche Verzögerung

Ursprünglich hätte die Sanierung bereits im September 2017 abgeschlossen sein sollen. Die Arbeiten hakten von Beginn an. Hauptproblem laut Regierungspräsidium: Der unerwartet desolate Zustand der Entwässerungskanäle, der bei einer Voruntersuchung verborgen geblieben war. In diesem Frühjahr gab es darüber hinaus unschöne Überraschungen im Erdreich – zwischenzeitlich stießen die Bagger auf massives Felsmaterial, was den Einsatz von Spezialmaschinen erforderte. Zuletzt lief es offenbar besser. In den vergangenen Wochen fanden Arbeiten am letzten Bauabschnitt zwischen der Gruber-Brücke und dem südlichen Tunnelportal statt.