Das neue Multifunktionsgebäude des Benz-Werks Gaggenau (Mitte unten) bietet Veranstaltungs- und Konferenzräume im Erdgeschoss. Im Obergeschoss ist das komplette Gesundheitsmanagement des Standorts konzentriert. | Foto: Daimler

Gebäude eingeweiht

Gesundheits­zentrum ist nicht nur für Benzler

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Das „Hochhaus“ des Mercedes-Benz-Werks Gaggenau in der Hauptstraße ist Geschichte; es verdiente seinen Namen mit über 23 Meter Höhe, sein „Nachfolger“ beschränkt sich auf zehn Meter Höhe und zwei Stockwerke: Am Montag, 3. Dezember, ist das neue Multifunktionsgebäude feierlich eröffnet worden. Zahlreiche Vertreter des öffentlichen Lebens waren zu dieser Feierstunde gekommen; Standortleiter Matthias Jurytko konnte unter anderem Landrat Jürgen Bäuerle sowie die Bürgermeister aller Murgtalgemeinden und mit Holger Steindorf sowie Hans-Jürgen Wischhof auch zwei frühere Leitungskräfte des Werkes begrüßen. Das neue Multifunktionsgebäude (Bau 28) sei „noch nicht ganz fertig, aber bis zum Jahresende haben wir es geschafft“, sagte Jurytko.

Hauptstraße musste nicht gesperrt werden

Stolz zeigte sich der Standortleiter, der auch die Vorgeschichte des früheren Verwaltungsgebäudes an gleicher Stelle in Erinnerung rief, darüber, dass die Baumaßnahme seit August 2017 ohne eine einzige Sperrung der Hauptstraße ablaufen konnte. Das Gebäude mit 2.400 Quadratmetern Gesamtfläche konnte auf dem Bestandskeller aufbauen; die Unterführung und der Fahrradkeller mit seinen 300 Stellplätzen blieben erhalten.

660 Kubikmeter Beton wurden verbaut

Jurytko listete auch einige technische Daten des Multifunktionsgebäudes auf: Es ist 32 Meter lang, 38 Meter breit und zehn Meter hoch; verbaut wurden insgesamt 660 Kubikmeter Beton, 590 Quadratmeter Glasscheiben, 300 Tonnen Stahl, 1.400 Quadratmeter Pflastersteine, 400 Quadratmeter Fliesen und 21 Kilometer Kabel.


Zur Eröffnung des neuen Multifunktionsgebäudes im Mercedes-Benz-Werk Gaggenau wird symbolisch ein Band durchgeschnitten, unter anderem von Standortleiter Matthias Jurytko (Dritter von rechts) und Landrat Jürgen Bäuerle (Vierter von rechts).
| Foto: Daimler

Im Außenbereich wird eine – weitere – Biodiversitätsfläche im Werk entstehen, die Arbeiten beginnen im Frühjahr. Drinnen geht es ab sofort um Lernen und Kompetenzerweiterung in flexiblen Räumen im Erdgeschoss sowie um Gesundheitsförderung im Obergeschoss: Dort ist jetzt das komplette Gesundheitsmanagement des Benz-Werks Gaggenau konzentriert – mit Kursräumen der SG Stern, einer Anlaufstelle der Betriebskrankenkasse, mit einer Physiotherapiepraxis und vor allem mit einem großen Gesundheitszentrum auf 500 Quadratmetern.

Gesunde Mitarbeiter sind ein ganz wichtiger Faktor.

Christof Florus, Oberbügermeister von Gaggenau

Letzteres wird von der Firma Meisterleistung betreut und steht neben Benzlern auch allen anderen Interessenten offen (die Gebühren sind für alle gleich). „Gesunde Mitarbeiter sind ein ganz wichtiger Faktor“, würdigte auch Oberbürgermeister Christof Florus die Angebote des Benz-Werks; das Werk sei für die Stadt „ein Partner, der verlässlich, zukunftsweisend und unterstützend ist“. Als Arbeitgeber sei das Unternehmen „stabil und innovativ“.

Standortleiter spricht Dank aus

Weitere Grußworte sprachen Steffen Keintzel (Betriebliche Gesundheitsförderung), Christian Bauer (Geschäftsführer der Firma Meisterleistung, die seit 2016 im Werk tätig ist) und Saskia Ball (Geschäftsstellenleiterin der SG Stern Gaggenau). Standortleiter Jurytko dankte allen am Bau Beteiligten, nicht zuletzt Architekt Michael Reisinger und der Baufirma Lang.

Den Tag, an dem wir den Stern demontiert haben, haben wir geheim gehalten. Es war eine Nacht-und Nebel-Aktion. Dieses Symbolbild wollten wir nicht in den Umlauf geraten lassen.

Matthias Jurytko, Standortleiter des Benz-Werks Gaggenau, in der Rückschau auf das frühere Verwaltungsgebäude.