Die Terrasse des Gastronomiebetriebs „Glasshouse Gaggenau“ ragt in das Murgvorland hinein. Vorgesehen sind 140 Plätze außen und 70 im Innenbereich. | Foto: Dorscheid

Exponierte Lage an der Murg

„Glasshouse Gaggenau“ will an Ostern öffnen

Voraussichtlich am 15. April (Karsamstag) öffnet das „Glasshouse Gaggenau“. Der Gastronomiebetrieb, direkt an der Murg und gegenüber dem Murgtal-Center in exponierter Lage, ist der letzte größere Baustein innerhalb der Sanierungsmaßnahme „Gaggenau-Innenstadt Nord“. Aktuell läuft der Innenausbau.

Cafe, Bar und Restaurant

Betreiber wird Daniel Velten-Rentería (49) sein, der unter anderem aus Baden-Baden gastronomische Erfahrung mitbringt. „Das Konzept lautet auf Café, Bar und Restaurant“, sagt der Mexikaner, der seit vielen Jahren in Deutschland lebt, im BNN-Gespräch. Mit Blick auf die Lage der Immobilie soll der Außenbewirtschaftung eine große Bedeutung zukommen: Vorgesehen seien 140 Plätze außen und 70 im Innenbereich. Die Terrasse reicht ins Murgvorland hinein, weshalb im Planungsstadium der Immobilie mit Blick auf den vorgeschriebenen Hochwasserschutz nachgebessert werden musste.

„Mexikanische Note“

Daniel Velten-Rentería, nach eigenen Angaben ein Enkel des sehr bekannten mexikanischen Malers Horacio Rentería Rocha, möchte „regionale Küche mit einer mexikanischen Note“ anbieten, sprich überlieferte Rezepte aus Mexiko sollen in eine kleine Karte Eingang finden. Für das „Glasshouse Gaggenau“, dessen Name sich aus der großzügigen Ausstattung der Immobilie mit Glasflächen (zur Murg hin und darüber hinaus) ableitet, plant der Betreiber mit vier bis sechs festen beziehungsweise Vollzeitkräften und zehn bis zwölf Aushilfen. Mit „Eis-Wolf“ aus Ottenau arbeite er aktuell das Eiskonzept für das Terrassengeschäft aus. Der gelernte Metzgermeister denkt mit dem Ziel einer Attraktivitätssteigerung auch an einen Barbecue-Grill im Außenbereich; darüber hinaus hofft er, das Murgvorland nutzen zu können, worüber er Gespräche mit der Stadtverwaltung Gaggenau und dem Regierungspräsidium Karlsruhe führen will.

Büros im Obergeschoss

Investor ist wie berichtet die Firma KSB Project Invest in Baden-Baden. Im Obergeschoss des „Glasshouse“ wird Platz für Büroräume sein; laut Velten-Rentería werde er selbst, KSB-Geschäftsführer Oleg Storm sowie eine Steuerkanzlei dort ihre Räume haben.

Hoffnungsträger für die nördliche Innenstadt

Der Gastronomiebetrieb, dessen Baubeginn sich mehrfach verzögert hatte, gilt als „i-Tüpfelchen“ der Sanierungsmaßnahme „Gaggenau-Innenstadt Nord“, die jetzt auf die Zielgerade einbiegt – und durchaus auch als Hoffnungsträger für das Gebiet in der unteren Hauptstraße: Denn die einst dem Murgtal-Center zugedachte Rolle eines Frequenzbringers für diesen Teil der Innenstadt hat das Einkaufszentrum nur teilweise erfüllen können. Das „Murgcafé“ (so der frühere Arbeitstitel) ist nicht zuletzt auch deshalb im Gemeinderat öfters Gegenstand von Anfragen gewesen, weil mit dem Gastrobetrieb in bevorzugter Lage die Hoffnung auf eine Belebung der nördlichen Innenstadt einhergeht.