Das nahe Ende der (Schul-)Kreidezeit demonstrieren der stellvertretende Schulleiter Bernhard Krabbe (rechts) an der Tafel und Abteilungsleiter Jörg Hainer am neuen Medienpult, das in allen Klassenzimmern am „Goethe“ Einzug halten soll.
Das nahe Ende der (Schul-)Kreidezeit demonstrieren der stellvertretende Schulleiter Bernhard Krabbe (rechts) an der Tafel und Abteilungsleiter Jörg Hainer am neuen Medienpult, das in allen Klassenzimmern am „Goethe“ Einzug halten soll. | Foto: Dorscheid

Kein Lehrermangel in Gaggenau

Goethe-Gymnasium Gaggenau sieht sich personell gut aufgestellt

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„Zufrieden“ mit der Lehrerversorgung am Goethe-Gymnasium für das neue Schuljahr 2019/20 zeigt sich der stellvertretende Schulleiter Bernhard Krabbe. Bei 76 unterrichtenden Lehrkräften inklusive zweier Referendare sei es möglich, „eine kleine Lehrerreserve aufzubauen“, etwa um Krankheitsfälle auszugleichen und damit unter dem Strich Unterrichtsausfälle zu reduzieren.

Die Zahl der neuen Fünftklässler bewegt sich mit 120 auf Vorjahresniveau (121), was wiederum bedeutet: Es werden vier vergleichsweise große Klassen mit jeweils 30 Schülern gebildet, so Krabbe im Pressegespräch.

Die Gesamtschülerzahl ist mit 908 (Stand am 9. September 2019) gegenüber dem vergangenen Schuljahr (929) etwas gesunken. Beinahe täglich, so Krabbe, verändere sich aber diese Zahl, bedingt durch den Zuzug oder Wegzug von Familien.

Abteilungsleiter und Schulleiter fehlen weiterhin

Kontinuität, wenn auch sicher nicht erwünscht, gibt es zudem an anderer Stelle: Weiterhin sind bei den Abteilungsleitern nur drei von vier Stellen besetzt, wobei der Schule vier Abteilungsleiter zustehen.

So fehlt die formelle Leitung im Bereich Mathematik/Naturwissenschaften, was durch den Einsatz der Fachbeauftragten ausgeglichen werden muss. Die Abteilungsleiterstelle muss erst ausgeschrieben werden, dies soll aber wohl erst nach der Neubesetzung der Schulleiterstelle geschehen.

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WLAN und neue Medienpulte für die Lehrer

„Die Digitalisierung in der Schule weiter voranbringen“, ist für Krabbe mit Blick auf den Digitalpakt Schule ein wichtiges Anliegen. So seien inzwischen alle Gebäudeteile mit WLAN ausgestattet und für die Lehrerkollegen auch nutzbar. Für die Schüler gilt im Schulbereich laut Schulordnung ein Handy-Verbot, das aber punktuell von den Lehrkräften für Unterrichtszwecke aufgehoben werden kann.

Neu an der Schule sind Medienpulte („Lehrertische“). Nach einer entsprechenden Ausschreibung sollen sie in alle 47 Klassenzimmer Einzug halten. „Wir stehen in den Startlöchern, wir haben das hierfür notwendige Konzept eingereicht“, sagt Abteilungsleiter Jörg Hainer.

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Schulkreide hat ausgedient

In einer Art „Musterzimmer“ findet sich zudem eine interaktive Tafel, die den Kollegen viele neue Möglichkeiten im Unterricht geben soll. „Wir haben eine der modernsten in der Erprobung“, sagt Krabbe dazu. Schulkreide und Schwamm haben mittelfristig ausgedient, zeigt sich Krabbe überzeugt.

Die mit diesem Schuljahr in Kraft getretene Oberstufenreform hat für Schüler den Vorteil einer größeren Zahl an Wahlmöglichkeiten. Um dies personell aufzufangen, gibt es mit dem Gernsbacher Gymnasium eine Kooperation in bestimmten Kursen für die Fächer Latein, Musik und Bildende Kunst.

Im neuen Schuljahr soll der Umbau des „Glaskastens“ im Schuleingangsbereich mit dem Ziel angegangen werden, diesen Raum für Hausmeister und SMV funktioneller und attraktiver zu gestalten. Mit den Einnahmen aus dem Schulfest und dem Spendenlauf steht ein Gutteil der benötigten Gelder bereits zur Verfügung.

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