Von links: Hobbyköchin Sina, Samuel, Brunhilde "Bruni", Wochensiegerin Claudia und Adrian. | Foto: MG RTL D / ITV Studios

Adrian Bonert aus Gausbach

(Kein) Perfektes Dinner: Auf hohen Hacken in der Küche

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An Selbstbewusstsein mangelt es Adrian Bonert wahrlich nicht. Für sein Menü bei der Koch-Fernsehdoku „Das perfekte Dinner“, sagt der Gausbacher Gastgeber im Brustton der Überzeugung in die Kamera, habe er neun Punkte verdient. „Ich bin sehr zufrieden“, resümierte der 28-Jährige, dessen Auftritt als Hobbykoch am Mittwochabend bei Vox zu sehen war. Seine vier Mitstreiter, darunter Sina aus dem Bühler Stadtteil Balzhofen und Samuel aus Baden-Baden, sahen das indes ein wenig anders. Sie gaben Bonert, der als Entertainer offenbar mehr überzeugte als in der Küche, nur 27 von möglichen 40 Punkten. Damit rangiert der Gausbacher nach drei Tagen auf dem letzten Platz.

Salat überfordert Gäste

Zuvor hatte Bonert, wie bei „Das perfekte Dinner“ üblich, seine Gäste der in dieser Woche laufenden Schwarzwaldausgabe versucht, mit einem Drei-Gänge-Menü von seinen Kochkünsten zu überzeugen. Der exzentrische Fastnachter serviert eine „Sommerliche Salatplatte à la Adrian“ zur Vorspeise, die unter anderem Gambas, Käse und Leber enthielt. Tenor aus der Runde: Zu viel auf einmal. Die Meinungen über Bonerts Himbeerdressing gehen dagegen auseinander – von missraten bis gut gelungen.

Kampf mit Kartoffeltalern

Kein Glück in der Küche: Adrian Bonert. | Foto: MG RTL D / ITV Studios

Kaum besser wird es beim Hauptgang, mit Zucchini und Tomaten überbackenen Schweinemedaillons mit Ratatouille und Kartoffeltaler. Letztere haben Bonert bei der Zubereitung reichlich geärgert, weil sie (zumindest anfangs) nicht so wurden, wie er sie haben wollte. Entsprechend das Urteil der Runde: Die Kartoffeltaler fallen durch. Bei der Nachspeise, einer Trilogie von der Himbeere, werden die Teller der Gäste ebenso wenig leer wie zuvor. Das liegt vor allem an den von Bonert üppig portionierten Gängen, von denen das gut gelaunte Besucherquartett – O-Ton „Bruni“ aus Kehl – teilweise „erschlagen“ wird. Dass Bonert mit dessen Bewertungen zufrieden ist, darf bezweifelt werden.

Hintergrund: „Das perfekte Dinner“
Fünf Hobbyköche aus einer Stadt laden zu sich nach Hause ein und servieren ein Drei-Gänge-Menü. Der gesamte Abend wird von den Mitstreitern bewertet: Ist der Tisch angemessen dekoriert, die Speisenauswahl harmonisch und der Service zuvorkommend? Nach jedem Dinner vergeben die Gäste je maximal zehn Punkte. Wer gewinnt, erfahren die Teilnehmer erst am Ende der Woche, wenn jeder einmal Gastgeber war. Der Sieger erhält ein Preisgeld von 3 000 Euro.

Bonert überzeugt in B-Note

In der B-Note überzeugt der quirlige Gausbacher aber durchaus. Nachdem er sich bei seiner Vorstellung als begeisterter Büttenredner und Fastnachter der Rinnberger Schlempen geoutet hat, legt er einen bisweilen skurril-komischen Auftritt hin. In Anlehnung an die von ihm verkörperten und stets weiblichen Kunstfiguren an Fastnacht kocht der 28-Jährige zunächst auf hohen Hacken. Zwischen den Gängen taucht Bonert plötzlich verkleidet als „Betty von Gausbach“ – geschminkt, im Kleid und mit blonder Perücke – am Tisch auf und bringt seine Gäste mit einer kurzen Einlage einmal mehr zum Schmunzeln. „Unser Adrian ist schon eine Knutschkugel“, befindet Balzhofenerin Sina lachend. Wiewohl das Bonertsche Menü offenbar kulinarische Wünsche offen lässt: In der eher stillen Gruppe zementiert der Gausbacher seine Rolle als Klassenclown. Bei seinen Mitstreitern kommt Bohnert an – ob als Adrian oder Betty.

Fernsehtipp
Am Donnerstag und Freitag, jeweils um 19 Uhr auf Vox, haben Samuel aus Baden-Baden und Sina aus Balzhofen ihren Auftritt als Koch. Der Gesamtsieger steht am Freitagabend fest. Er erhält 3 000 Euro.