König-Metall in Gaggenau will einen neuen Standort in Serbien eröffnen.
König-Metall in Gaggenau will einen neuen Standort in Serbien eröffnen. | Foto: Kocher

Produktion ab Juni

König Metall in Gaggenau eröffnet neuen Standort in Serbien

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Die Firma König Metall, die ihren Stammsitz in Gaggenau hat, will laut Medienberichten nunmehr auch an einem weiteren Standort in Serbien produzieren. Mit der Produktion soll in diesem Monat begonnen werden. Das Werk befindet sich nach Informationen eines Nachrichtenportal in Ivanjica, im dortigen Gewerbegebiet Senjak, wo künftig unter anderem die Rohrendbearbeitung stattfinden soll.

Von unserem Mitarbeiter Joachim Kocher

Der Automobilzulieferer König Metall unterhält laut seiner Homepage bisher Werke in Italien, Polen, Kanada, Portugal und Russland und produziert an insgesamt sieben Standorten. Bei König Metall in Bad Rotenfels sind aktuell 650 Mitarbeiter beschäftigt. Die König Metall Group aus Gaggenau ist im vergangenen Jahr auch in die Umrüstung von Kommunalen Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor in elektrisch betriebene Fahrzeuge eingestiegen.

Der enorme Kostendruck, denen die Automobilzulieferer aktuell ausgesetzt sind, wird wohl ein Grund dafür sein, dass König Metall, Teile seiner Rohrendfertigung nach Serbien verlagert.
Zunächst sollen, wie Medien berichten, in Ivanjica, das mehr als 1.000 Kilometer von Gaggenau entfernt ist, 120 Mitarbeiter eingestellt werden. Allerdings besteht in der Kleinstadt die Hoffnung auf bis zu 350 Arbeitsplätze.

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„Eine strategisch sinnvolle Entscheidung“

Claudia Peter, 1. Bevollmächtigte der IGM-Verwaltungsstelle Gaggenau sprach auf BNN-Anfrage von einer strategisch sinnvollen Entscheidung der Firma König Metall. Peter betonte, dass gerade in der Rohrendverarbeitung der Handarbeitsteil sehr hoch sei. Sehr gering sei dagegen der Automatisierungsgrad.
Dass bei König Metall in Gaggenau durch die Verlagerung der Rohrendverarbeitung Arbeitsplätze verloren gehen, davon geht Peter nicht aus.

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Eine telefonische Auskunft der Firma König Metall zu der Thematik war gegenüber den BNN am Mittwoch nicht möglich.