Mit vielen Veranstaltungen und Führungen hat sich das Info-Zentrum Kaltenbronn bereits einen Namen gemacht. Mittelfristig soll es zu einem Naturparkhaus weiterentwickelt werden.
Mit vielen Veranstaltungen und Führungen hat sich das Info-Zentrum Kaltenbronn bereits einen Namen gemacht. Mittelfristig soll es zu einem Naturparkhaus weiterentwickelt werden. | Foto: Dorscheid

Naturparkhaus entsteht

Masterplan für den Kaltenbronn

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Bis zum Sommer soll der Masterplan vorliegen, der mittelfristige Perspektiven für den Kaltenbronn aufzeigen soll. Vorrangig geht es um die weitere Entwicklung des bereits gut etablierten Info-Zentrums im Höhengebiet hin zu einem Naturparkhaus; in die Analyse, die derzeit vom Beratungsbüro Impuls aus Erlangen erstellt wird, sollen aber auch der Skiliftbetrieb und die Gaststätte einbezogen werden.

„Es geht um die Zukunft dieses Hauses, wir wollen aber auch den ganzen Kaltenbronn in den Blick nehmen“, sagte in der jährlichen Verbandsversammlung des Zweckverbandes Info-Zentrum Kaltenbronn der stellvertretende Vorsitzende Klaus Mack, Bürgermeister in Bad Wildbad. Er leitete in Abwesenheit des Verbandsvorsitzenden Julian Christ die Sitzung.

Chance für Naturparkhaus

Wesentliche Elemente des künftigen Konzepts werden die Besucherlenkung und ein Parkierungskonzept sein. Mack sprach von einer „großen Chance“; sobald der Masterplan vorliege, werde man sich um Fördermöglichkeiten bemühen, dann beginne auch die politische Arbeit. Das Info-Zentrum als künftiges Naturparkhaus habe alle Chancen, zu einem neuen Fixpunkt des Naturparks Schwarzwald Mitte/Nord zu werden.

79 Veranstaltungen im Jahr

Wie gut etabliert das Info-Zentrum Kaltenbronn mit seinem großen Veranstaltungsangebot in Sachen Naturpädagogik schon jetzt ist, zeigte in der Verbandsversammlung der Jahresbericht 2018 auf, den die stellvertretende Zentrumsleiterin Catherina Haessler vorlegte. Danach haben im vergangenen Jahr 79 Veranstaltungen stattgefunden, weitere mussten wetterbedingt ausfallen. Hinzu kam die stolze Zahl von 101 Führungen von Schulen, Kindergärten und Privatpersonen.

Bei gutem Wetter ist hier oben richtig was los.

Seinen Info-Stand schlug das Info-Zentrum Kaltenbronn bei den fünf Naturpark-Märkten in Freudenstadt, Bad Teinach, Simmersfeld, Schömberg und auf dem heimischen Kaltenbronn auf. Ganz aktuell sei man mit den Veranstaltungen rund um das Thema Wolf gewesen. Und bei gutem Wetter „ist hier oben richtig was los am Wochenende“, so Haessler weiter.

Busverbindung zum Kaltenbronn ein Problem

Insgesamt sei der Anteil der Schulklassenführungen zwar weiter gestiegen, aber gerade für Schulen und Kindergärten im Murgtal sei die schwierige Busverbindung zum Kaltenbronn ein Problem. Dies soll sich aber ändern: Friedebert Keck, Bürgermeister-Stellvertreter in Gernsbach, kündigte in der Verbandsversammlung an, dass mit dem neuen Fahrplan ab Juni „auch am Montag und Dienstag die Busse zum Kaltenbronn fahren werden“.

Das Info-Zentrum hat dennoch eine große Wirkung.

Weiterhin stellen die Landkreise Rastatt und Calw das Fachpersonal (Leitung und stellvertretende Leitung des Info-Zentrums) mit je einer 50-Prozent-Stelle. Hinzu kommen eine Teilzeitkraft und eine Saisonkraft; zudem bietet das Info-Zentrum eine Stelle für das „Freiwillige Ökologische Jahr“ (FÖJ). Das Veranstaltungsprogramm 2019 umfasst knapp 100 Termine mit einer breiten Angebotspalette; mit der Sonderausstellung „Insekten – kleine Tiere ganz groß“ gibt es ein neues und aktuelles Jahresthema. „Das Info-Zentrum ist schlank organisiert und hat dennoch eine große Wirkung“, lobte Mack die Arbeit hoch oben auf dem Kaltenbronn.

Über 200.000 im Haushalt

Zuvor hatte der Gernsbacher Kämmerer Benedikt Lang eine Übersicht über die Finanzwirtschaft des Zweckverbandes Info-Zentrum Kaltenbronn vorgelegt. So sieht der Ergebnishaushalt 2019 einen Gesamtbetrag von 213.600 Euro vor. Die Betriebskostenumlage beträgt 95.000 Euro; davon entfallen auf die Städte Gernsbach und Bad Wildbad jeweils 39.900 und auf die dritte Kaltenbronn-Gemarkungsgemeinde Enzklösterle 15.200 Euro. Die Sparkassen Rastatt-Gernsbach und Pforzheim-Calw spendeten 2018 jeweils 1000 Euro. Investitionen seien 2019 nicht geplant.

Gute Zusammenarbeit über die badisch-schwäbische Grenze hinweg.

Verabschiedet aus der Verbandsversammlung wurde am Mittwoch mit Hans Strobel ein Gründungsmitglied und langjähriger Schriftführer und Koordinator, der für sein Engagement viele Lobesworte von Klaus Mack entgegennehmen durfte. Strobel selbst freute sich über die gute Zusammenarbeit „über die badisch-schwäbische Grenze hinweg“ und darüber, „dass das Info-Zentrum etabliert ist“.
Verabschiedet wurde ebenso die Bürgermeisterin von Enzklösterle Petra Nych, deren Amtszeit zu Ende geht