Im Krankenhaus in Forbach richtet die Sozialstation eine Tagespflege ein.
Im Krankenhaus in Forbach richtet die Sozialstation eine Tagespflege ein. | Foto: Georg Keller

Das Interesse ist hoch

Neue Tagespflege in Forbach soll im September starten

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Die Tagespflege der Sozialstation Forbach-Weisenbach wird am 1. September im ehemaligen Krankenhaus in Betrieb gehen. Das hat Sabine Reichl, Geschäftsführerin der Sozialstation, auf Nachfrage hin bekannt gegeben. Das Interesse an Pflegeplätzen ist schon jetzt hoch.

Auf zwölf Plätze kommen bereits 25 Anwärter. Das sei sehr gut, sagt Sabine Reichl: „Man braucht dreimal so viele Interessenten wie Plätze, weil die meisten Besucher nicht täglich kommen.“

Um weiter zu werben, hat die Sozialstation Broschüren drucken lassen, die in Apotheken, Praxen und Kirchen ausgelegt werden sollen.

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Mitte August sollen Begehungen möglich werden

Sobald die Räume für die Tagespflege eingerichtet sind, will die Sozialstation Begehungen in anbieten. Wegen der Corona-Pandemie geht Sabine Reichl derzeit von kurzen Einzelbesichtigungen mit Zwischenreinigungen aus, wohl Mitte August. „Das ist zeitaufwendig, aber das wollen wir gerne tun.“

Das neue Betreuungsangebot wird in der früheren Krankenhaus-Küche unterkommen. Das Klinikum Mittelbaden lässt die Räumlichkeiten derzeit umbauen. Reichl zufolge liegen die Arbeiten „weitestgehend im Zeitplan“. Angepeilt war ein Mietbeginn zwischen Mitte Juni und Mitte August. Nun läuft es auf letzteres hinaus.

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Die Corona-Pandemie stellt die Sozialstation vor Herausforderungen

Die Zusammenarbeit mit dem Klinikum bewertet sie sehr positiv. Sie freut sich insbesondere, dass das Klinikum auf Anregung der Sozialstation hin eine Elektro-Ladestation auf dem Parkplatz einrichten wird.

Die Tagespflege in der Corona-Zeit zu starten, sei freilich eine Herausforderung, gibt Sabine Reichl zu. Die künftige Leiterin der Tagespflege, Patricia Schiel, habe bereits Konzepte erstellt.

Unter anderem sollen zunächst nicht alle Plätze belegt werden und Aktivitäten wie gemeinsames Kochen oder Backen wegfallen. Die Regelungen werden an die jeweils gültigen Vorgaben der Bundes- und Landesregierung angepasst.

Neueinstellungen müssen vorerst warten

Eigentlich hatte die Sozialstation auch Neueinstellungen für die Tagespflege geplant. Doch weil die Situation noch so veränderlich ist, setzt sie vorerst nur vorhandenes Personal ein. Drei Mitarbeiterinnen und ein Auszubildender sind für die Einrichtung vorgesehen.

Neues Personal soll dann nach Bedarf hinzukommen. „Wir können nicht auf Halde einstellen“, sagt Reichl. Den Fachkräftemangel fürchtet sie nicht: Es gebe schon Interessenten. Außerdem sei die Tagespflege ein verhältnismäßig beliebtes Feld. Feste Arbeitszeiten, kein Wochenenddienst – das lockt Bewerber.

Wichtig ist ihr, gut qualifizierte Mitarbeiter auszuwählen. „Wir wollen bei unserem Tun ein hohes Maß an Fachlichkeit haben“, sagt sie. „Mit falscher Pflege kann man sehr viel kaputt machen.“