Vertreter aus evangelischer Kirche, Kommune und Architekturbüro stechen den ersten Erdhügel weg. Ob während der Bauarbeiten annähernd so viele Arbeiter im Einsatz sein werden, wird sich zeigen.
Vertreter aus evangelischer Kirche, Kommune und Architekturbüro stechen den ersten Erdhügel weg. Ob während der Bauarbeiten annähernd so viele Arbeiter im Einsatz sein werden, wird sich zeigen. | Foto: Kocher

Baubeginn nächstes Frühjahr

Radfahrerkirche in Gaggenau-Hörden erhält einen Pavillon

Anzeige

Die evangelische Radfahrerkirche in Hörden erhält einen Anbau. Mit dem ersten Spatenstich zu dem Pavillon startete das Projekt am Donnerstag im Beisein von Oberbürgermeister Christof Florus, Ortsvorsteherin Barbara Bender, Pfarrerin Annette Stepputat sowie Vertretern des beauftragten Architekturbüros Kränzle und Fischer-Wasels aus Karlsruhe.

Von unserem Mitarbeiter Joachim Kocher

Die Vorsitzende der evangelische Kirchengemeinde Gaggenau, Jutta Walter, betonte, dass man bereits im Jahre 2016 mit der Planung Pavillons begonnen habe. Walter freute sich darüber, dass man nunmehr nach drei Jahren mit dem Bauvorhaben beginnen kann.

Gesamtkosten in Höhe von 300.000 Euro

Während der Planungsarbeiten habe man unter anderem mehrere Modelle präsentierte bekommen. Schließlich habe man sich für ein Modell entschieden, das eine Fassade aus gespaltenem Lärchenholz erhalten wird. „Wir werden einen Hingucker erhalten“, sagte Jutta Walter.

Die Vorsitzende des evangelischen Kirchengemeinderats ging auch auf die Kosten der Baumaßnahme ein. So rechne man für den Neubau des Pavillons mit Gesamtkosten in Höhe von 300.000 Euro. Eventuell könne es etwas teurer werden, betonte Walter. Bis Mitte Oktober soll nach Angaben des Architekturbüros das Projekt fertiggestellt sein, Walter sprach von einem sportlichen Ziel.

Eine barrierefreie öffentliche Toilette entsteht

Architekt Christian Fischer-Wasels sprach von einem tollen, kritisch-konstruktiven Planungsprozess. Unter anderem erhalte der Anbau eine öffentliche barrierefreie Toilette sowie eine kleine Küche für die Sommerkirche, in der man kleine Gerichte zubereiten kann. Geschaffen werden auch Vorrats- und Lagerräume, in denen unter anderem die Pfadfinder ihre Materialien, wie etwa Zelte, unterbringen können.

Die Gesamtnutzfläche soll laut Fischer-Wasels in der Größenordnung von rund 50 Quadratmeter liegen. Der Architekt informierte ferner darüber, dass das Dach rund 2,50 Meter über das Gebäude herausragen werde, so dass eine überdachte Fläche entstehe, die man beispielsweise bei Regen für Aktivitäten nutzen könne. Geplant sind zudem 15 Fahrradstellplätze sowie zwei zusätzliche Autostellplätze.

Oberbürgermeister Christof Florus betonte in seinem Grußwort, dass er erst durch Pfarrer Thomas Weiß auf die Radfahrerkirche aufmerksam wurde. Da er selbst gerne Rad fahre, habe er von der Radfahrerkirche aus in der Folgezeit einige Radtouren gestartet. Die Radfahrerkirche nannte Florus etwas Besonderes, ein Kleinod.

Gemeindehaus Neubau wird voraussichtlich ab Frühjahr gebaut

Auf Anfrage der Badischen Neuesten Nachrichten nahm die Vorsitzende der evangelischen Kirchengemeinde auch zum Neubau des Gemeindehauses Stellung, das zwischen der evangelischen Markuskirche und der Jahnhalle entstehen wird.

„Wir sind mit der Planung so weit, dass wir im Herbst den Bauantrag stellen können“, sagte Jutta Walter. „Mit den Bauarbeiten werden wir nach heutiger Sicht im Frühjahr beginnen.“ Mit der Fertigstellung, so Jutta Walter, rechne man etwa ein Jahr später, also im Frühjahr 2021.