Die Vorbereitungen für die Sprengung laufen.
Die Vorbereitungen für die Sprengung laufen. | Foto: Collet

Fluchtweg für Tunnel der B462

Sprengung in Gernsbach verläuft erfolgreich

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Der Sprengvortrieb für das neue Rettungstreppenhaus des B462-Tunnels in Gernsbach hat erfolgreich begonnen. Am Dienstag ist die erste Ladung gezündet worden. Der Projektleiter zeigt sich rundum zufrieden. Die Erschütterungen bei der Explosion lagen weit unter den Grenzwerten. Trotzdem muss der Tunnel auch künftig bei Sprengungen gesperrt werden.

Um Punkt 15.37 Uhr ist es am Dienstag soweit gewesen: Mit einem lauten Schlag sind die Sprengladungen in einer Baugrube an der Schwarzwaldstraße explodiert.  Wie berichtet, wird auf dem Park-and-Ride-Parkplatz hinter dem Bahnhof ein tiefer Schacht in den Boden getrieben. In ihn hinein wird ein Rettungstreppenhaus gebaut. Es soll die Flucht aus dem Tunnel der B462 ermöglichen. Drei weitere Treppenhäuser entstehen in Gernsbach entlang des Tunnels.

Messwerte rund um den Gernsbacher Bahnhof sind im grünen Bereich

Dennis Saldern, Projektleiter des Regierungspräsidiums in Karlsruhe, ist zufrieden. Die Sprengung war erfolgreich. Die Messwerte an den umliegenden Gebäuden und dem Tunnel seien „noch weit unter den Grenzwerten“ gewesen. Die Bahngleise konnten nach der Überprüfung direkt wieder freigegeben werden.

So ging die ganze Maßnahme schnell über die Bühne. Um 15.45 Uhr waren alle Strecken, ob für Züge, Autos oder Passanten, wieder frei.

 

Nach einer halben Stunde ist der Spuk vorüber

Die Sperrungen hatten eine halbe Stunde zuvor begonnen – erst war die Schwarzwaldstraße an der Reihe, dann um 15.25 Uhr der Tunnel. Der letzte Zug passierte die Baustelle um 15.37 Uhr.

Über Nacht muss die Grube auslüften, da bei Sprengungen Gase frei werden. Am Mittwoch beginnt der Aushub.

Man spürt’s nicht, aber man hört’s deutlich.

Der einzige Wermutstropfen: Der Tunnel muss auch für die weiteren Sprengungen gesperrt werden. Ein Mitarbeiter hatte im Tunnel getestet, wie Autofahrer die Explosion wahrnehmen. „Man spürt’s nicht, aber man hört’s deutlich“, sagt Saldern. „Das ist mir zu heikel.“ Er hat Sorge, dass erschrockene Autofahrer verunfallen.