Auch fast zwei Monate nach dem Unfall in Gaggenau mit zwei Toten liegen noch Blumen und Kuscheltiere am Unfallort vor dem Mercedes-Benz-Werk. | Foto: Haendle

Tödlicher Unfall in Gaggenau

Staatsanwaltschaft ermittelt: Tatverdacht hinreichend für Prozess?

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Die Ermittlungen zu dem tödlichen Verkehrsunfall in Gaggenau am 13. Juli sind immer noch nicht abgeschlossen. Das hat Staatsanwältin Katharina Eckardt von der zuständigen Staatsanwaltschaft in Baden-Baden auf BNN-Nachfrage bestätigt.

Der Fall sei nun Sache der Staatsanwaltschaft, so Patrick Bergmann von der Pressestelle des Polizeipräsidiums Offenburg. Bei dem Unfall starben eine 54-jährige Frau und ihr kleiner Enkelsohn. Der Fahrer des Autos flüchtete.

Hinreichender Tatverdacht für Anklage und Prozess?

In der jüngsten Mitteilung der Polizei Anfang August hieß es, dass sich der Verdacht gegen den 47-Jährigen erhärtet habe, wie die BNN berichteten. Ob er getrunken hatte, ist noch offen; ebenso, welche Rolle ein zweites Auto spielt, das während des Unfalls hinter dem Renault des 47-Jährigen gefahren sein soll und inzwischen ermittelt wurde.

Der Verdächtige schweige nach wie vor, so Staatsanwältin Eckardt. Wenn die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen für abgeschlossen hält, kommt es zur Entscheidung: Liegt dann ein hinreichender Tatverdacht vor, folgen eine Anklage und ein Prozess. Wenn nicht, wird das Ermittlungsverfahren gegen den Mann eingestellt. Wann die Untersuchungen abgeschlossen sein werden, sei nicht abschätzbar, so die Baden-Badener Staatsanwältin.